Monika Gruber/Andreas Hock: Zwei Bücher, eine Rezension

Ein Vorteil von Herbst und Winter – eigentlich ist es der Einzige – besteht darin, dass man Zeit und Muße hat, sich zurückzuziehen und ein paar gute Bücher zu lesen, die sich mit der Gegenwart beschäftigen. Monika Gruber und Andreas Hock ist das vortrefflich gelungen.

Für die Eingeweihten, also jene, die sich auch außerhalb von Morgenmagazin und Frankfurter Rundschau informieren und auf dem Laufenden halten, ist der ganze Irrsinn, den die beiden Autoren in ihren Büchern zusammentragen, nichts wirklich Neues. Man erwischt sich immer wieder beim Lesen dabei, wie man ungewollt heftig nickt und am liebsten mit einem Textmarker all die Nick-Stellen markieren würde. Was zur Folge hätte, dass 110% des Buches inklusive der Verlagsinformationen bunt leuchten würde.

Und erlöse uns von den Blöden

In „Und erlöse uns von den Blöden“ präsentieren Andreas Hock und Monika Gruber eine gelungene Mischung aus Gesellschaftskritik, Anekdoten und satirischem Humor. Das Buch ist ein unterhaltsamer Rundumschlag gegen die Dummheit und Ignoranz unserer Zeit.

Es beginnt mit der Corona-Zeit, der größten Lüge und des größten Betrugs an der Menschheit, die es jemals gegeben hat, bzw. deren hirnrissigen und vollkommen hysterischen Auswirkungen und Maßnahmen. Beispielsweise waren ganz plötzlich Dinge möglich, die vorher undenkbar waren. Kontrollierte Einreisebestimmungen etwa.

Dass irgendetwas bei uns granatenmäßig schiefläuft, weiß jeder, der schon mal selbst eine Steuererklärung ausgefüllt, ein Gesuch auf die Fällung eines Laubbaumes auf dem eigenen Grundstück […] eingereicht oder als Gastronom bei der Gemeinde einen Antrag auf Erweiterung seiner Freischankfläche gestellt hat. (Andreas Hock)

Die Autoren nehmen kein Blatt vor den Mund und zeigen schonungslos auf, wie absurd und lächerlich manche Situationen in unserer modernen Gesellschaft sind. Dabei treffen sie den Nagel auf den Kopf und bringen die Probleme auf den Punkt. Mit sarkastischer Schärfe und Ironie hinterfragen sie den Zeitgeist, die Medienlandschaft und die politischen Verhältnisse.

Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Andreas Hock und Monika Gruber ihre Botschaften vermitteln. Ihr Schreibstil ist lebendig und mitreißend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Trotz der ernsten Themen gelingt es den Autoren immer wieder, den Leser zum Schmunzeln und Lachen zu bringen. Die witzigen Anekdoten lockern das Buch auf und verleihen ihm eine angenehme Leichtigkeit.

Ein weiteres Highlight sind die zahlreichen Beispiele aus dem Alltag, mit denen sich jeder Leser identifizieren kann. Diese machen das Buch nicht nur lesenswert, sondern auch relevant und aktuell. Die Autoren setzen sich kritisch mit dem Verhalten und den Ansichten der Gesellschaft auseinander, regen zum Nachdenken an und animieren dazu, die eigenen Denkmuster zu hinterfragen.

Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch die teilweise etwas überzeichnete Darstellung mancher Charaktere und Situationen. Hier verliert das Buch stellenweise an Glaubwürdigkeit und könnte auf manche Leser abschreckend wirken. Allerdings nur auf jene, die diesen ganzen Blödsinn wie Gender-Sprache, Securitys in Freibädern oder Influencer als ernsthaften Berufswunsch als völlig normal erachten oder denen sowieso alles egal ist, solange es ihnen nicht in den Arsch beißt.

Alles in allem ist „Und erlöse uns von den Blöden“ ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken und Schmunzeln anregt. Es ist ein gelungener Mix aus Gesellschaftskritik und humorvoller Unterhaltung. Empfehlenswert für alle, die sich mit den Absurditäten unserer Zeit auseinandersetzen und dabei nicht den Humor verlieren wollen, auch wenn es sehr, sehr oft sehr, sehr schwerfällt. Das Problem ist nämlich, dass einem diese Absurditäten früher oder später selbst begegnen könnten und spätestens dann ist Schluss mit Lustig und das Lachen gefriert einem auf den Lippen.

Willkommen im falschen Film

Willkommen im falschen Film“ ist die Fortsetzung und eine nicht minder humorvolle und unterhaltsame Lektüre von dem bewährten Autorenteam. Das Buch nimmt den Leser mit auf eine amüsante Reise voller skurriler Situationen und witziger Dialoge.

Die Autoren schaffen es, mit viel Wortwitz und Ironie eine Welt zu erschaffen, die voller absurder Situationen ist, aber dennoch eine gewisse Tiefe und Authentizität bewahrt. Wobei „erschaffen“ nicht ganz stimmt, diese irre Welt ist real da draußen und wird in diesem Buch herunterkomprimiert auf ihren Wahnsinn zusammengefasst.  Die Mischung aus Komödie und kleinen Momenten der Nachdenklichkeit macht „Willkommen im falschen Film“ zu einem rundum gelungenen Buch, das sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt.

Apropos Nachdenken. Viel zu viele denken immer noch nicht genug nach, lieber blenden sie den gefährlichen Schwachsinn aus, denn “ … betrifft mich ja nicht …“ oder “ … ist mir egal, jeder soll leben können wie er will …“ Ja, soll er. Wenn ich im Gegenzug Schwachsinn als Schwachsinn bezeichnen darf. Was aber immer mehr eingeschränkt wird und sogar auf dem Weg zur Strafbarkeit ist. 

Insgesamt ist „Willkommen im falschen Film“ von Andreas Hock und Monika Gruber aber dennoch eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die gerne humorvolle Bücher mit einer Prise Tiefgang lesen. Ein Buch, das den Leser in eine Welt entführt, in der das Leben manchmal wie ein falscher Film erscheint, aber dennoch voller Überraschungen steckt.

Eine gelungene Kombination aus Humor, Ironie und einem Hauch von Melancholie, denn früher war einfach vieles besser(!) – zwei Bücher, die man gerne weiterempfiehlt!

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