Offener Brief nach Wien

Liebe Frau Jancak,

wie Sie sich bestimmt erinnern, hatte ich Ihnen versprochen, nicht mehr auf Ihrem Blog zu kommentieren. Da Sie aber mehr oder weniger regelmäßig auf vorangegangene Kommentare von mir verlinken, nehme ich mir die Freiheit, Ihnen auf Ihren Artikel sozusagen in einem „offenen Brief“ zu antworten.

Zunächst einmal, Sie sind bestimmt kein „Bücher-Messie“. Ich würde Sie eher als „Text-Messie“ bezeichnen, also jemand, der Wörter zusammenklaubt, sie aneinanderreiht und das dann als Text ins Netz stellt. Damit beziehe ich mich allerdings ausschließlich auf Ihre Blog-Texte, über Ihre Prosa vermag ich nicht viel zu sagen. Anhand einiger Leseproben kann ich zwar sagen, dass ich inhaltlich damit überhaupt nichts anfangen kann, aber das soll keine Bewertung sein. Auch Ihren Prosa-Schreibstil will ich nicht thematisieren.

Warum also diese Antwort auf Ihren Artikel?

Ich finde es auf eine gewisse Art faszinierend, wie Sie sich selbst fortwährend bedauern, keinen Erfolg zu haben, keine Kommentare zu bekommen, dass niemand an Ihren „Gewinnspielen“ teilnimmt, dass Sie nicht zur Buchmesse „eingeladen“ werden, und so weiter.

Allein dieser Artikel von Ihnen hat über 30 Rechtschreib- und Interpunktionsfehler! Von überlangen Sätzen, bei denen man in nach mühsamem Kampf bis zur Mitte schon nicht mehr weiß, was am Anfang gesagt wurde, ganz zu schweigen. Solche finden sich zuhauf bei Ihnen.

Ja, natürlich kommen dann entsprechende Kommentare, was denn sonst? Das kommt von Leuten, die im Gegensatz zu Ihnen tatsächlich Gespür für Texte und deren Gestaltung haben und nicht etwa, weil Leser wohl nicht mehr in der Lage seien, längere Texte zu verstehen, wie Sie einmal anmerkten. Eine Einstellung, die an Arroganz kaum zu überbieten ist!

Sie sind es selbst, die Ihre Leser abschreckt!

Zitat:

Dann kommen Kommentare der Empörung, die sich darüber aufregen, während anderes, beispielsweise, die Rezensionen oder die Gewinnspiele bei meinen Bücher untergehen und keine Beachtung finden, was ich sehr schade finde und ja es stimmt, ich habe meine eigene Rechtschreibung beziehungsweise meine eigenen Ansichten darüber, denn so arg ist sie wahrscheinlich nicht .Das kann sie sie gar nicht, da ich ja regelmäßig und viel schreibe, habe aber schon in der Schule nicht verstanden, warum man nicht so schreiben kann, wie man will.

Doch, Frau Jancak, Ihre Rechtschreibung ist „arg“. Arg ist übrigens der Wortstamm von „Ärger“, nur mal so am Rande. Zum wiederholten Male: Viel schreiben, bedeutet nicht gleichzeitig, gut zu schreiben! Im Gegenteil, wenn Sie – nach eigener Aussage – seit 40 Jahren schreiben und in dieser langen Zeit und nach dem Lesen so vieler Bücher immer noch nicht gelernt haben, wie lesbare Texte funktionieren, dann ist das einfach nur traurig und hoffnungslos. Es geht nicht darum, ob man es „im Netz nicht aushält“, wenn die Rechtschreibung schlecht ist, es geht darum, dass es Regeln gibt, an die man sich zu halten hat. Wenn Sie Autofahren wollen, müssen Sie sich an Regeln halten, als Fußgänger im Straßenverkehr müssen Sie sich an Regeln halten, im ganz alltäglichen, profanen Umgang miteinander muss man sich in der Gesellschaft an Regeln halten. Ohne Regeln herrscht die Anarchie, das Chaos.

In Ihren Texten herrscht Chaos!

Dabei ist es nicht einmal künstlerisches Chaos, es ist Chaos, das weitestgehende Unfähigkeit widerspiegelt und den Leser anstrengt und verärgert.

Unfähigkeit auch hinsichtlich der Annahme von Kritik. Jemand der Ihnen widerspricht, der Sie kritisiert, ist in Ihren Augen ein „Spamer“, wahlweise auch ein „Troll“.

Klar, so kann man das dann auch sehen, wenn kein Lob im Überschwang kommt.

Zitat:

Bei „Amazon“ stelle ich sie nicht ein, erstens weil ich nicht genau weiß, wie das dann mit der Steuer geht und zweites, weil ich auch keine Lust auf Einsternrezensionen habe, die dann vielleicht kommen würden, weil ich vielleicht einen Rechtschreibfehler habe.

Das könnten Sie vermeiden, indem Sie tatsächlich ein professionelles Korrektorat in Anspruch nehmen würden. Dazu müssten Ihnen Ihre Texte und Geschichten aber etwas bedeuten, sie müssen Ihnen wichtig sein. Tatsächlich geht es Ihnen aber nur um „Content“, also um die Menge, nicht um den Inhalt. Hauptsache was geschrieben, egal was, egal wie. Sowohl im Blog, als auch bei den „Veröffentlichungen“. Nachfolgendes Zitat, besonders der Schluss zeigt das sehr deutlich:

Zitat:

Beim Blog hats mir der Alfred am Anfang auch durchgesehen, jetzt ist es ihm zuviel, denn ich blogge sehr viel und oft und habe da eigentlich den Anspruch zum Beispiel am Abend nach einer Veranstaltung das in einer Stunde zu schaffen und da stellen sich beim schnellen Tippen eben öfter „Legastheniefehler“ ein, die korrigiere ich auch, wenn ich sehe sehen, aber mehr als einmal den Text durchgehen, kann und will ich eigentlich nicht.

Sie können und wollen es also nicht und bedauern im selben Atemzug, „es nicht in den Literaturbetrieb zu schaffen“. Ferner schreiben Sie, Literatur sei Ihre „Lebensform“, die Sie „mit Herzblut“ betreiben. Erkennen Sie den Widerspruch? Wo ist bei Ihnen „Herzblut“ wenn Sie gleichzeitig zugeben, eigentlich gar keine Lust und Zeit zu haben, Texte zu korrigieren? Übrigens hat schnelles Tippen nicht im Entferntesten was mit „Legasthenie“ zu tun, sondern mit Schlampigkeit und unnötiger Hektik.

Ihre Texte tun mir aufrichtig leid, Frau Jancak. Sie werden nicht aus Liebe zum Wort, zum Inhalt oder zur Sprache geboren, sondern um des eigenen Egos willen. Wie ein völlig überzüchtetes Schoßhündchen, das auf seinen krummen Beinen vor Schmerzen kaum Laufen kann, kein Fell hat, ein Mäntelchen braucht und vorgezeigt wird. „Schaut mal, was für ein besonderes Hündchen ich habe!“ Das Tier spielt dabei keine Rolle.

Kauft dann niemand, kommentiert dann niemand, interessiert sich dann niemand, sind natürlich die Leser schuld, die Trolle und Spamer, die heutzutage nicht mehr in der Lage sind, komplizierte Sätze zu erfassen, nicht wahr?

Ich erfasse dann mal folgenden Satz:

Zitat:

… denn schreiben lernt man durch das Schreiben und wenn niemand meinen Blog oder meine Sachen liest, dann bemerkt man das auch nicht und viele, die mich in der „Alten Schmiede“ oder so grüßen oder sich für meine Berichte bedanken, wissen wahrscheinlich gar nicht, daß ich schreibe, habe ich bemerkt, weil sie vielleicht nicht in der GAv sind und woher sollen sie es dann wissen …

Bitte was?

Weil niemand Ihre Sachen liest, lernen Sie nicht schreiben durchs Schreiben, oder wie?

Wenn man sich für Ihre Berichte (ich gehe davon aus, dass Ihr Blog gemeint ist) bedankt, muss man sie doch gelesen haben. Wenn man sie gelesen hat, müssten diejenigen also wissen, dass Sie schreiben. Dass diejenigen es offenbar nicht wissen, hat demnach damit zu tun, nicht in der GAV zu sein und nicht etwa damit, dass tatsächlich kaum einer Ihren Blog liest?

Wundern Sie sich wirklich, dass womöglich viele Leser nach solchen Sätzen tatsächlich lieber zu Katzenvideos umschalten, anstatt zu kommentieren und als Spamer, Troll oder Glaubenskrieger tituliert zu werden?

Ja, Sie sind tatsächlich literaturbegeistert. Ja, Sie lesen sehr viel, garantiert mehr als ich.

Nein, Sie sind keine ernstzunehmende Autorin, Schriftstellerin, schreibende Frau, Original oder was auch immer. Übrigens genauso wenig, wie ich das bin.

Aber ich bin mir im Gegensatz zu Ihnen darüber im Klaren!

Freundliche Grüße nach Wien

Uli Lucas

(Hobbyautor, und das mit Herzblut)

12 Kommentare zu „Offener Brief nach Wien

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  1. Eine schnelle Antwort, denn ich muß wieder in einer Stunde weg und vorher noch möglichst meine Novemberabrechnung machen!
    Als erstes freue ich mich über den höflichen und korrekten Ton mit dem Sie auf meineGlosse antworten! Sehen sie, das geht ja auch, es freut mich ebenso, daß Sie mich so eifrig lesen, in der Sache selbst bringt es wahrscheinlich nicht sehr viel nochmals und wieder darüber zu diskutieren!
    Haben wir das ja schon sehr oft getan und kommen wohl auf keinen Nenner, weil wir da unterschiedliche Meinungen haben!
    Ja, ich habe Rechtschreibfehler und hadere damit seit meiner Schulzeit, weil ich eigentlich „Scheiß drauf!“, sagen möchte, das aber doch nicht tue, weil ich ja weiß, daß die Leser darauf reagieren. Das mit der Legasthenie, damit ist gemeint, daß es mir in letzter Zeit sehr oft auffällt, daß ich beim schnellen Schreiben öfter „Scheriben“ oder so schreibe, das korrigiere ich dann, wenn ich Zeit habe.
    Ansonsten glaube ich, daß ich schon ganzgut schreibe oder das mit der Zeit gelernt habe und offensichtlich macht es mir auch Spaß in Glossen, wie die auf die, Sie sich beziehen, darauf hinzuweisen oder mein Schreiben zu reflektieren.
    Übrigens falls es Sie interessiert, diese Woche wird sich bei mir noch etwas tun, erstens wird mein neues Buch vorgestellt und da würde ich gerne eine Leserunde machen, wenn Sie also meine Prosa interessiert, können Sie sich gern daran beteiligen, das Buch lesen und mir einen konstruktiven Kommentar dazu schicken, aber Achtung vielleicht doch lieber nicht, denn das Buch ist sehr politisch und da würden wir wahrscheinlich wieder aneinanderkrachen.
    Dann vielleicht beim nächsten Buch, wo es gleich oder, ich glaube, sogar schon etwas früher eine Vorschau geben wird, da geht es um eine vergleichsweis harmlose Liebesgeschichte und das Buch ist an sich von meinen Mann korrigiert. Ich weiß, der ist kein Lektor, sondern ein EDVler, es müßte aber trotzdem sprachlich so einigermaßen passen.
    So das war es, wenn ich bei ihrem doch sehr langen Text noch etwas zu ergänzen finde, melde ich mich wieder.
    Im Literaturhaus gibt es derzeit übrigens die „Internationalen Fried-Tage“ und da wird ich glaube auch sehr politisch über die „Liebe“ referiert und am Schluß erlaube ich mir noch darauf hinzuweisen, daß es mich freut, daß meine Glosse über meinen „Schreibmißerfolg“ Sie zu einem einmal weniger schimpfenden und auch unpolitischeren Artikel motivert hat, weil ich mit denen, wie Sie sicher wissen, ja auch meine Schwierigkeiten habe, was auch der Grund war, warum ich auf die letzten nicht mehr geantwortet habe!

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  2. Ja ,doch noch eine Ergänzung beziehungsweise ein Hinweis auf ein Mißverständnis. Das mit den Leuten, die mich in der „Alten Schmiede“ ansprechen, war so gemeint, daß ich daraufgekommen bin, daß die mich weil ich ja über sie, beziehungsweise über ihre Lesung oder ihr Buch geschrieben habe, für eine Journalistin oder Kritikerin halten und davon, daß ich literarisch schreibe nichts mitbekommen, weil sie nur den sie betreffenden Artikel und nichts anderes lesen und in einem muß ich doch energisch widersprechen.
    Sie sind im Irrtum, wenn Sie meinen, daß es mir nur um Content geht und daß, der meistens sinnentlert ist. Der hat, glaube ich, schon Sinn, dreht sich meistens um den Literaturbetrieb aber manchma, wie auch jetzt öfter, um die gesellschaftspolitischen Zustände und Veränderungen von den wir wahrscheinlich, sowohl in Österreich ,als auch in Deutschland betroffen sind.
    So das wars glaube ich, das andere können wir so stehen lassen und unterschiedlicher Ansicht sein!
    Über den Vergleich mit dem Schoßhündchen schaue ich (gnädig) hinweg!

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    1. Liebe Frau Jancak,
      sehen Sie, so entstehen Mißverständnisse. Indem man nämlich einfach losschreibt, ohne nochmal drüber zu gucken, ob der Text tatsächlich die Botschaft rüberbringt, die beabsichtigt war. Zudem verwenden Sie wieder einen unzutreffenden Begriff. Ihr Artikel ist einfach ein Artikel, aber keine sogenannte „Glosse“. Jene wird wie folgt definiert:

      „Als Glosse wird ein kurzer journalistischer Text bezeichnet, in dem sich der Autor mit aktuellen Nachrichten auf satirische Art und Weise auseinandersetzt. Die Themen einer Glosse können sowohl gesellschaftlich wichtig als auch witzig oder kurios sein. In jedem Fall muss der Autor viel Fachwissen zu dem Thema der Glosse haben. Deshalb muss er sich, bevor er die Glosse schreibt, umfassend mit dem Thema der Glosse beschäftigen.“

      Hm, ich erkenne weder Satire, noch Witz noch aktuelle Nachrichten. Liegt aber sicher nur an mir, nicht wahr?

      Natürlich bringt es „in der Sache“ nichts, wenn man Ihnen gutgemeinte Hinweise gibt, das wissen wir beide. Sie machen trotzdem so weiter und wünschen sich auch weiterhin Reaktionen, die nicht erfolgen, eben weil Sie nichts ändern (wollen). Sei’s drum. Darauf eingehen werde ich trotzdem dann und wann 🙂

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  3. Ja ich mache weiter und das Literaturgeflüster heißt wahrscheinlich auch deshalb so, weil, wie mir einmal Ilse Kilic, die damals die Generalsekretärin der GAV war sagte, es ein leichters lockeres Geplauder über die Lteratur beziehungsweise deren Betrieb ist und sehen Sie, Herr Lucas, das wollte ich von Anfang an sound ich nenne meine gelegentlichen Jammerartikel „Glosse“, weil das so für mich passt und darf ich Ihnen etwas sagen, ich habe nicht Germanistik und auch nicht Literaturwissenschaft, sondern Psychologie studiert, staune aber manchmal darüber ,was da alles von Verlagen, als Roman ausgegeben wird, was keiner ist und beim deutschen Buchpreis, der ja ein Romanpreis ist, werden plötzlich Novellen nominiert und der Autor einer solchen, der damit schon auf der Shortlist stand, steht sieben jahre später auf der des Debutpreises mit seinem neuen Werk, denn das erste war ja eine Novelle und was Österreichs bekannteste Lteraturkritikerin manchmal bei den O Tönen als Debuts präsentiert, läßt mich auch den Kopf schütteln.
    Schimpfe ich dann los? Nein, ich wundere mich darüber und denke mir, was mir eigentlich sehr angnehm ist, daß man es mit den Begriffen und den Lexikodefinitionen nicht so genau nehmen sollte, genau, wie ich meine Rechtschreibung, die Sie so ärgert und die harmlos ist, denn das Schlimmste, was dabei passieren kann ist, daß ein Verlag mich nicht nimmt, aber da reiche ich ohnehin nicht mehr ein und, daß Sie darüber schimpfen und da denke ich, irgendetwas zieht Sie da an, wie ich auch Ihnen offensichtlich ja gern beweisen will, daß man seine Meinungen auch freundlich äuißern kann und ich offenbar mit Ihnen trotz Ihrer radikalen Absichten, die ich natürlich ablehne, gut auskommen will, ja ich bin offenbar harmoniebedürftig und habe den naiven Glauben, daß das möglich sein kann!
    Sie können mich natürlich weiterlesen und auch gerne, sofern Sie das einigermaßen höflich und korrekt hinbringen auf meinen Blog kommentieren, da habe ich nie ein entsprechendes Versprechen von Ihnen verlangt!
    Ich wünsche mir nur, daß Sie nicht schimpfen und beleidigen und wenn wir uns immmer im Kreis drehen, ist das auch nicht konstruktiv!
    Sie haben offenbar eine eher striktere Auffassung, was das Schreiben betrifft, ich will es gerne lockerer nehmen und auch mit meinen Rechtschreibfehlern anerkannt werden und so werde ich weiter jammern, daß mich niemand lesen will!
    Aber ganz so schlimm ist das gar nicht, denn stellen Sie sich vor, an meinen Geburtstag hatte ich dreitausend Aufrufe, auch wenn ich vermute, daß das wahrscheinlich amerikanische Roboter waren, ist das doch sehr schön und die von mir gewünschte Leserunde bekomme ich vielleicht auch zusammen, zumindest habe ich schon entsprechende Rückmeldungen bekommen und noch etwas finde ich interessant, seit ich Buchpreisblogge und damit die deutschen Verlage angeschrieben habe, kann ich mich vor Rezensionsanfragen, die ich gerne annehme, kaum erwehren, also halten die Fachleute und Literaturexperten das und wie ich schreibe, offensichtlich doch nicht für so sinnlos, wie Sie es tun und so chaotisch ist mein Schreiben über den Literaturbetrieb wahrscheinlich gar nicht, denn ich denke, die Leute, die wissen wovon ich schreibe, verstehen mich auch!

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    1. Liebe Frau Jancak,
      natürlich werden und dürfen Sie weiterjammern, das will Ihnen doch auch keiner nehmen. Wenn Sie das so sehr brauchen, kein Problem. Wissen Sie, es ist halt nur schade, dass Sie so überhaupt nicht gewillt sind, an den Ursachen etwas zu ändern. Aber okay, so ist es nunmal. Ich vermute, wenn Sie einen Führerschein hätten, würden Sie auch links statt rechts und entgegen der Einbahnstraße fahren und rote Ampeln wären für Sie nur farbliche Dekorationen im Stadtbild, nicht wahr? Ach ja, ein Knöllchen an der Windschutzscheibe ist dann auch nur eine Beleidigung von einem „Troll“ oder „Spamer“, klar. Insofern sind Sie wirklich ein „Original“, liebe Frau Jancak 😉 Nein, ich habe keine „striktere Auffassung“, ich halte mich einfach an die Regeln, nichts weiter. Übrigens, weder schimpfe, noch beleidige ich Sie, allerdings haben Sie ein unglaubliches Talent, einem zwischendurch immer wieder mal die Hutkrempe platzen zu lassen. Aber auch das kann ich mittlerweile gelassener nehmen, merke ich doch – wie schon erwähnt – dass es ü-ber-haupt nichts bringt, Sie auf irgendetwas hinzuweisen, sei es freundlich oder grantig. Daher wünsche ich Ihnen einfach schon mal ein schönes Wochenende! 🙂

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  4. Vielen Dank für die Erlaubnis und das ist jetzt satirisch, wie mir auch mal jemand in der „Alten Schmiede“ sagte, daß er meine „Glossen“ respektive Artikel, wie das bei „WordPress“ heißt, so empfindet und ihm gerade die unterschwellige Ironie daran gefiel.
    Mir gefällt sie auch, deshalb werde ich wohl so weitermachen.
    Fein, daß Sie sich daran gewöhnen, ich gewöhne mich auch an Sie, mag Sie, glaube ich inzwischen ganz gern, nur halt, wenn Sie es wieder einmal mit der Schimpferei bei Ihren politischen Nadelstichen und Rundumschlägen übertreiben, werde ich mich wohl wieder melden.
    Nein, ich bin nicht chaotisch, sondern eigentlich sehr strukturiert, disziplinziert und genau, sonst könnte ich wahrscheinlich auch ein solches Monsterprojekt, wie das „Lteraturgeflüster“, mein persönliches Schreibtagebuch mit seinen inzwischen schon über dreitausend Artikel nicht auf die Füße stellen und die Stunde, die ich mir für meine Artikel, Glossen, Rezensionen Zet nehme, ist auch keine Minderschätzung der Sprache, wie Sie meinten, sonder ökonomische Sinnhaftigkeit, weil ich ja noch meine Bücher schreibe, lese, meine Praxis mache, Familie habe, wandern gehe, etcetera und ich würde, wenn ich einen Führerschein hätte, die Straßenregeln, wie ich das auch beim Radfahren oder beim Gehen, was ich viel mache, einhalten.
    Wie kommen Sie, der ja in seinen Artikel zumindest, was die Sprache betrifft, die Regeln des Anstandes und der Wertschätzung sehr oft übertritt oder bis an die Grenze ausreizt, siehe nur das „Kauft nicht bei Juden!“, was man ja nur als haarscharfe Provokation bezeichnen kann, dazu, daß man in der Rechtschreibung die Regeln so einhalten muß?
    Für mich ist das, das habe ich schon geschrieben, meine Möglichkeit der „Anarchie“, das habe ich auch in der Schule schon so gesehen, wahrscheinlich habe ich mir damit so manches Stipendium vermasselt, das kann und wird schon so sein, war aber einmal sogar in einer Jury für die Staatsstipendien und da hat das niemanden gestört.
    Mich wundert das auch deshalb, weil Sie ja „Einen Scheiß muß ich!“, als ihr Motto für Ihren Blog ausgewählt haben. Wenn Sie also Linke „Faschisten“ nennen können, dann kann ich wohl auch mit meiner Rechtschreibung dagegen protestieren und meinen Blog so gestalten, wie es mir gefällt und dann ist es noch so, daß inzwischen wirklich vierzig Prozent der Schulabgänger, wie man immer hört, nicht mehr sinnerfassend lesen können. Das ist keine Arroganz, das festzustellen, sondern etwas, wogegen sogar unsere künftige schwarz blaue Regierung ankämpfen will und ich habe mir ganz ehrlich schon gedacht, daß Sie mich vielleicht auch deshalb für einen Content-Messie, ein schönes Wort übrigens, halten, weil Sie vom Wiener und auch sonstigen Literaturbetrieb nicht viel Ahnung haben, weil er Sie, was Sie ja auch schreiben, nicht interessiert.
    Und dann mißversteht man halt manches und fährt,wie einstens der err Beckmesser über den sich ja schon ein Herr Wagner sehr ärgerte mit dem Staberl drüber und streicht die vermeintlichen Regln an, die vielleicht gar keine sind, liebe Grüße aus Wien und ein schönes Wochenende!
    P.S. Und was die mich betreffenden Beschimpfungen betrifft, braucht man sich ja Ihre Kommentare auf meinen Blog ansehen, um sich ein Bild darüber zu machen.

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    1. „Vielen Dank für die Erlaubnis“ ist ironisch, nicht satirisch. Da gibt’s auch einen Unterschied, aber egal. Wo jemand allerdings in Ihren Artikeln Ironie oder Satire gefunden haben will, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Hat er Beispiele genannt? Oder in welchen Ihrer Rezensionen sehen Sie etwas in der Richtung?

      Es gibt tatsächlich etwas, was ich an Ihnen bewundere, liebe Frau Jancak. Das meine ich wirklich so und keineswegs despektierlich! Ich bewundere Sie, wie Sie es fortwährend schaffen, Unvermögen bzw. Unwissenheit so zu verpacken, dass es als etwas völlig Normales erscheint. Haben Sie schon mal daran gedacht, Workshops in dieser Hinsicht anzubieten? Ich meine, es ist schon bemerkenswert, wie Sie hingehen und Ihr Bemühen, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen (und dabei unzählige Fehler zu produzieren) als „ökonomische Sinnhaftigkeit“ darzustellen. Wirklich, Chapeau!

      Ökonomisch wäre es nicht eher, langsamer und sorgfältiger an die Sache heranzugehen? Einen Text schreiben, ihn zwei, dreimal gegenzulesen, zu gliedern, eine Rechtschreibprüfung drüberlaufen zu lassen, zu gucken, ob man auch Begrifflichkeiten richtig einsetzt? Und dann den nächsten Text, etwa eine Mail oder einen Kommentar auf dieselbe Art anzugehen?

      Nein? Wirklich nicht?

      Fehlerhaftes Schreiben – sowohl inhaltlich als auch handwerklich – ist keine Form von Anarchie, sondern von Unvermögen. Anarchische Texte überschreiten Grenzen, provozieren und sollen zum Nachdenkan anregen, wobei die politische Richtung da völlig nebensächlich ist. Selbst bei anarchischen Texten müssen die Behauptungen stimmen. Denen zu widersprechen, liegt in der Natur der Sache. Aber sehen Sie, Frau Jancak, auch hier, in fast jedem Ihrer Antworten allein nur zu diesem offenen Brief, zeigen Sie, dass Sie schon gewissen Begrifflichkeiten nicht Herr sind.

      Okay, weiter: Wenn bei Ihnen (ich schätze, hier bei uns ist das nicht viel anders) 40% der Schulabgänger nicht sinnerfassend lesen können, liegt das in erster Linie an den bislang links-rot-grünen Laissez-faire-Lehrmethoden, wie zum Beispiel „Schreiben nach Gehör“. Wer schon so schreiben lernt, ist logischerweise nicht in der Lage, normal geschriebene Texte zu verstehen. Ich hoffe inständig für unsere beiden Länder, dass schwarz-blau dagegen ankämpfen wird, und zwar mit allen Mitteln! Wie gesagt, „normal geschriebene Texte“, keine verwirrenden aus ewig langen Sätzen, deren Enden eine ganz andere Aussage haben, als der Anfang. Der Unterschied, um den nochmals aufzuzeigen, besteht zwischen „nicht erfassen können“ und „nicht verfassen können“.

      In meinem Artikel, auf den Sie sich beziehen, geht es um eine jüdische Buchhandlung, die durch Linke in den Ruin getrieben wurde. Wissen Sie, wenn Sie es wirklich als „Grenzüberschreitung“ oder „Provokation“ ansehen, dass ich den Verursachern Nazi-Methoden vorwerfe, dann ist das einfach nur traurig und offenbart ein – sagen wir mal – lückenhaftes Geschichtsbewusstsein. Nehmen Sie’s mir nicht übel, aber dass Sie allen Ernstes fehlerhafte Rechtschreibung in diesem Zusammenhang als „Protest“ darstellen, anstatt inhaltlich zu widersprechen, ist einfach nur unfreiwillig komisch.

      Der Spruch „Einen Scheiß muss ich“, ist im Zusammenhang mit den von mir erwähnten Regeln auf den ersten Blick tatsächlich widersprüchlich. Wenn man allerdings weiß, dass das ironisch gemeint und vor allem auf den Berufsalltag derer, die von morgens 6 bis abends 6 arbeiten gehen gemünzt ist, erscheint er verständlich, obgleich sich natürlich jeder trotzdem an Regeln und Aufgaben hält. Diesen Spruch und ähnliche gibt es zuhauf auf Tassen, T-Shirts, Autoaufklebern usw und ist einfach nur witzig gemeint. Leute mit Humor verstehen das 😉

      „… ich habe mir ganz ehrlich schon gedacht, daß Sie mich vielleicht auch deshalb für einen Content-Messie, ein schönes Wort übrigens, halten, weil Sie vom Wiener und auch sonstigen Literaturbetrieb nicht viel Ahnung haben, weil er Sie, was Sie ja auch schreiben, nicht interessiert.“
      Diesen Satz habe ich jetzt mehrfach gelesen und er ergibt überhaupt keinen Sinn. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Woher wollen Sie wissen, was ich vom „sonstigen“ Literaturbetrieb weiß und was nicht? Was hat das damit zu tun, dass ich annehme, Ihnen käme es hauptsächlich auf die Menge an Text aber nicht dessen Qualität an? Und bevor ich schließe, würde ich mich über eine Definition des Begriffes „Messie“ freuen.

      Liebe Grüße nach Wien!

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  5. Ja, da sehen Sie, daß wir unterschiedliche Begriffe haben und ich denke, wir lassen es dabei!
    Sie glauben von mir das, was Sie wollen und ich sehe es wahrscheinlich anders!
    Mir fällt aber schon auf, daß Sie zwei unterschiedliche Maßeinheiten dabei anwenden. Bei Ihnen darf etwas satirisch sein, bei mir nicht!
    Wollen wir also hoffen, daß die Toleranz siegt oder sich letztlich durchsetzen wird, daß alle schreiben und lesen lernen und es dann auch tun können, wenn sie es wollen und da ist es meiner Meinung nach ganz egal, wieviel Rechtschreibfehler man hat!
    Und, um vielleicht auch Ihre letzte Frage zu klären, ich hatte in der Schule einen eher inkompetenten Rechenlehrer. das heißt einen, der es sich sehr leicht machte.
    Er war nie oder nur sehr selten da und hat dann ein paar Sätze für die Prüfung diktiert, die man auch wiedergeben mußte. Dann hat er sich in der nächsten Stunde die Hefte öffentlich durchgesehen und das Heft, wenn er den ersten Fehler gefunden hatte, mit einer Schnellbenotung weggelegt und zum nächsten gegriffen und das ist, denke ich manchmal, auch bei Ihnen so!
    Sie kommen, wenn Sie etwas nicht gleich verstehen, schnell zu der Begründung. das ist inkompetent,ein Wahnsinn, etcetera und schießen dann mit Ihrer scharf zugespitzten Sprache los und ich will mit meiner Art zu schreiben anerkannt werden, komme dabei aber bei Ihnen und vielleicht auch bei anderen nicht so gut an, die sich dann ein schnelles Urteil machenund dabei vielleicht auch einiges übersehen, was ich wohl so stehen lassen muß!

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    1. Genau, lassen wir es dabei.

      Wenn jemand Ihre Texte kritisiert, hat er sie entweder nicht „verstanden“ und/oder den tieferen Sinn „übersehen“, wahlweise ist er auch einfach nur „intolerant“.

      Wie einfach man sich die Welt doch machen kann 😉

      Viel Erfolg weiterhin!

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  6. Kann sein, es kann aber auch sein, daß er oder sie einfach sagt, ich würde es anders machen, aber sie macht das so und das ist vielleicht auch ganz interessant und herunterbrechen kann man nichts, das habe ich in den Jahren in denen ich blogge gelernt.
    Übrigens Ernst Jandls „Laut und Luise“ wurde von „Suhrkamp“ auch einmal abgelehnt, weil es zu wenig qualitätsvoll erschien, jetzt ist er einer unserer bedeutendsten Dichter.
    Sie könnten also, wenn Sie wollen, mich so annehmen, wie ich bin und mich lesen oder nicht, je nachdem wie interessant Ihnen das, was ich schreibe erscheint. Aber wenn Sie immer nur auf die Beistriche schauen, kann es sein, daß Sie etwas übersehen!

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