Eine 15km-Runde von der ehemaligen „Ordensburg“ Vogelsang, entlang am Urftsee und dessen imposanter Staumauer, zurück über das zerstörte Dorf Wollseifen.
Wie es sich ja für einen – zumindest, wenn es nach dem Hochqualitätsmedium ZEITonline geht – waschechten Rechtsextremisten gehört, stand auch eine Rundwanderung um die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang (heute: Vogelsang IP, Internationaler Platz) in der Eifel auf dem Programm. Natürlich nicht wegen der wundervollen Landschaft im Nationalpark Eifel (iiiih, er hat „National“ gesagt!!!), sondern wegen der Pervertierung des Begriffes „Heimat“ und natürlich der Huldigung … ach, lassen wir das.
Von einem Parkplatz zwei Kilometer vor der Anlage ging es ein Stück entlang der Straße, dann einen schmalen Pfad, den sogenannten „Rot-Kreuz-Friedenspfad“, durch den Wald und schließlich auf das weitläufige Gelände der ehemaligen geplanten Elitenschmiede der allseits bekannten Geisteskranken.









Runter ins Tal überquert man den Urftsee auf der Victor-Neels-Brücke und schlurft dann, teils im Schatten, teils in praller Sonne, etwa 5 Kilometer immer am Ufer des wunderschönen Sees entlang zur imposanten Staumauer.










Weiter geht’s nach einer ausgiebigen Pause wieder bergauf durch Kiefern- und Mischwald auf eine sonnige Anhöhe bis zur „Wüstung Wollseifen“, den traurigen Überresten des gleichnamigen Dorfes, das zwangsgeräumt wurde, um einen Truppenübungsplatz zu erreichten. Übrig geblieben sind eine kleine Kapelle, eine Kirche, das Schulgebäude, ein Trafohäuschen und ein paar kleine Ruinen. Wüstungen sind immer deprimierend. Menschen wurden aus ihren Häusern verjagt oder zwangsumgesiedelt und das ganze Dorf einfach zerstört. Irgendwie beklemmend, der Gedanke daran.














Leider konnte ich auf dem Parkplatz nicht übernachten. Was ich nämlich ganz außer Acht gelassen bzw. gar nicht dran gedacht hatte: In einem Nationalpark ist „Wildcampen“ verboten, man muss also Stellplätze für Camper bzw. Campingplätze für Zelte aufsuchen. Vielleicht wär auch gar keiner gekommen, aber wenn doch Kontrollen gefahren werden, hatte ich keine Lust auf nächtliche Besuche oder gar mitten in der Nacht irgendwo anders hinfahren zu müssen. Im nahen Schleiden gab es auf einem Freibadparkplatz drei Wohnmobil-Stellplätze. Also dorthin und nach einer angenehm ruhigen Nacht am nächsten Morgen wieder nach Hause.
Die nächste Tour wartet schon …
Video:
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