Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen. Ja, auch die Flops sollten dokumentiert werden. Diesmal auch ohne Video, weil es nix zu filmen gab.
Eigentlich sollte diese Tour ein Highlight werden. Am bekannten Schluchsee im Schwarzwald gibt es einen 17km-Rundweg um den See herum. Kaum nennenswerte Steigungen, zwischendurch Möglichkeiten ans Wasser zu gehen und die Füße in selbigem abzukühlen. Klingt doch prima. Also Bus beladen und ab dafür. Anfahrt etwa 280km, knapp drei Stunden, früh losgefahren.
Und dann fast zwei Stunden in einer Vollsperrung auf der A5 bei Appenweiher verbracht. LKW-Unfall. Klar, man sollte immer froh sein, nicht selbst den Unfall zu haben, aber ich hätte nie gedacht, wie sehr das an den Nerven zerrt, wie ermüdend diese Warterei ist und wie frustrierend, wenn man weiß, dass man dann immer noch zwei Stunden Fahrt vor sich hat, auch wenn sich’s wieder auflöst. Naja, irgendwann hat es sich wieder gaaaaaaanz laaaaangsaaaaam aufgelöst und es ging dann ohne Störung weiter.
Am Stellplatz in Schluchsee angekommen, festgestellt, wie müde ich dann doch bin. Überlegt, ob ich die Runde tatsächlich noch laufen soll … 17 Kilometer …
Unter normalen, entspannten Umständen ja kein Ding, aber so … Umgezogen, Rucksack gepackt, Komoot aktiviert … Schon nach ein paar hundert Metern begrüßt einen der freundliche Hinweis „SEEUFERWEG WEGEN TIEFBAUARBEITEN GESPERRT! BENUTZEN SIE DIE UMLEITUNG ÜBER …“ keine Ahnung, hab vergessen, wie das Café heißt. Kein Umweg gefunden, kein Umleitungshinweis, ohne Komoot wär ich nie wieder auf die geplante Strecke gelangt!
Hatte ich so einen gesperrten Weg nicht auch hier schon gehabt? Irgendwie scheine ich das anzuziehen. Lust und Frust liegen in so einem Moment seeehr eng beieinander, das kann ich Euch sagen! Ich also durch ein superspannendes Wohngebiet gelatscht und schließlich auf den Weg am Seeufer zurückgefunden. Nach knapp zwei Kilometern eine schöne Bank mit Blick aufs Wasser gefunden.
Kompletten Proviant vergessen. Alles im Bus gelassen. Nur Wasser eingepackt.
Hab ich irgendwas verbrochen???
An der Stelle hab ich beschlossen, es bleiben zu lassen. Die Müdigkeit steckte in den Knochen, ich hatte weder Lust noch Energie übrig, um den kompletten Weg zu laufen. FunFact am Rande: Auf dem Rückweg an der erwähnten „Tiefbausperrung“ vorbeigekommen. Sie war wieder offen. Ein zwanzig Zentimeter breiter Graben, der für irgendwelche Leitungsverlegungen ausgehoben wurde.
TIEFBAU … ja, nee is klar!!!
Anschließend noch ein bisschen durch den kleinen Ort gedackelt und schließlich zurück zum Bulli, wo ich mir was zu essen gemacht hab.















Eigentlich wollte ich anderntags noch zwei Abstecher zu einem Aussichtsturm über dem See machen (einen Wegweiser gefunden, dann keinen mehr …) und auf den Feldberg (da gibt’s keinen normalen Parkplatz mehr, sondern nur ein monströses Parkhaus, von dem ich nicht wusste, ob der Bus mit den Dachaufbauten reinpasst)
Egal, hat ja sowieso kaum was funktioniert, also kehrtgemacht und nach Haus gefahren. Hab ich den Baustellenstau auf der A5 hinter Freiburg schon erwähnt? Halbe Stunde Stop-and-Go? Macht ja auch nix mehr …
Aber der Schwarzwald ist wunderschön, daran ändern auch die frustigen Erlebnisse nichts!
Nächstes Mal läuft’s wieder 🙂
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