Eine Zensur findet nicht statt? Doch!

Hat es vor einiger Zeit schon Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ getroffen, indem man aus „Negerlein“ Messerwerfer machte und aus „Türken“ Cowboys, ist nunmehr Astrid Lindgren an der Reihe, politkorrekt zensiert zu werden.

Konkret geht es um das Buch „Pippi in Taka-Tuka-Land“ und die Bezeichnung von Pippis Vater als „Negerkönig“ und „König der Neger“. Ausdrücke, die in den Augen der zensurwütigen Gemeindeverwaltung politisch inkorrekt und rassistisch sind. „Eine Zensur findet nicht statt? Doch!“ weiterlesen

Akif Pirincci: „Der Übergang“

So lautet der Titel des neuesten Buchs von Akif Pirinçci, mit dem Untertitel „Bericht aus einem verlorenen Land“. Akif ist ein türkischstämmiger Autor, geboren 1959, kam er im Alter von 10 Jahren mit seinen Eltern und der älteren Schwester nach Deutschland. Als Schüler schrieb er schon Drehbücher und Geschichten, bis er mit der Kurzgeschichte Am Ende aller Zeit, die in der Anthologie Die Anderen des Heyne Verlags veröffentlicht wurde, 1979 als Schriftsteller debütierte. Mit seinem zweiten Roman, dem Katzenkrimi Felidae, der ein Millionenerfolg wurde, gelang ihm der Durchbruch und die finanzielle Unabhängigkeit. Pirinçci lebt in Bonn. Er hat einen Sohn. „Akif Pirincci: „Der Übergang““ weiterlesen

Albtraum in der Ulmenstraße – Eine Satire aus gegebenem Anlass

Ich bin eigentlich kein großer Ausgeher. Viel lieber bin ich zuhause, in meinen eigenen vier Wänden. Da kann ich machen, was ich will, bin niemandem Rechenschaft schuldig und hab vor allem meine Ruhe! Ruhe zu haben, ist ganz wichtig. Also, für mich zumindest. Besonders beim Schreiben brauche ich Ruhe, da stört sogar das Ticken einer Uhr und Radio oder überhaupt Musik im Hintergrund geht gar nicht! Manche können erst kreativ werden, wenn Heavy Metal im Hintergrund läuft. Wolfgang Hohlbein zum Beispiel, der hört beim Schreiben Heavy Metal. Könnte ich nicht. Allerdings bin ich auch kein Metal-Fan. Egal. Wo war ich? Ach ja. Nun, jedenfalls hatte ich an dem Abend beschlossen, doch mal wieder rauszugehen. In der Ulmenstraße gab es das sogenannte Literaturhaus, was eigentlich nichts weiter war, als eine alte, renovierte Villa, in der hin und wieder „Symposien“ stattfanden oder auch „Literaturabende“. Da saß dann ein Häuflein eher unbekannter Leute vor einer kleinen, improvisierten Bühne, auf der ein – meistens jedenfalls – ebenso unbekannter Schreiberling irgendwas aus seiner Loseblattsammlung zum Besten gab und dafür artig beklatscht wurde. Es war amüsant, zu beobachten, wie sich das Häuflein Leute furchtbar wichtig vorzukommen schien, während sie den Ergüssen des temporären Bühnenbesatzers lauschten. Wenn ich überhaupt mal in die Ulmenstraße ging, dann auch nur der Unterhaltung wegen und nur, wenn ich sicher war, dass meine Nerven mitspielten. „Albtraum in der Ulmenstraße – Eine Satire aus gegebenem Anlass“ weiterlesen

Es regnet, also schreib ich

Naja, die Vorhersage für den Mai verheißt ja nix Gutes. Wettertechnisch jedenfalls. Im Moment pieselt es feuchtfröhlich vor sich hin und der Einzige, der raus will, ist mein alter Kater Leonardo. Eigentlich wollte ich den Rechner schon wieder ausmachen und mich mit „Krieg der Welten“ von H. G. Wells aufs Sofa lümmeln, da stieß ich beim Herumklicken auf einen alten, fünfteiligen Artikel im Literaturcafé aus dem Jahre 2010, in dem es um abgelehnte Manuskripte, Hobbyautoren, Selbstverliebtheit und dergleichen ging und auch darum, dass eine Ablehnung oder auch nur eine Kritik  natürlich nie mit dem eigenen Unvermögen zu tun hat, sondern immer am Verlag liegt, der die Genialität des Autors einfach nicht erkennt.

So ein Depp aber auch! „Es regnet, also schreib ich“ weiterlesen

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