Geschichten ein Zuhause geben – Neues Buch ist da

Irgendwie gefällt mir die Vorstellung, dass eine Geschichte (oder mehrere) ein Zuhause braucht. Man kann einen Text in die Schublade legen oder auf einem Datenträger lassen. Man kann sie auch auf einen eigenen Blog stellen oder auf fremde Webseiten posten. Richtig zuhause ist eine Geschichte aber erst zwischen zwei Buchdeckeln.

In der letzten Zeit haben sich wieder mehrere, genauer gesagt sieben, Kurzgeschichten unterschiedlichster Art und Länge angesammelt. Teils spontane Einfälle, teils Themen, mit denen ich über einen längeren Zeitraum sozusagen schwanger gegangen bin, wie z. B. beim „Richterspiel“.

Ähnlich wie bei „Der Ausflug … und andere Ereignisse“ gibt das Buch zwischen den Geschichten seinen Senf dazu.

Nach dem Engelsdorfer Verlag und Book on Demand (BoD) wollte ich jetzt mal einen anderen Anbieter ausprobieren und hab mich für tredition entschieden. tredition ist 100% kostenlos, die Handhabung ist nach einigem Eingewöhnen und rumprobieren eigentlich recht einfach, es gibt eine Unmenge von Covervorlagen, die noch gestaltet werden können oder man lädt ein selbst designtes Cover hoch. Da mir Letzteres nicht liegt, hab ich mich dem Thema entsprechend für eine Vorlage entschieden und finde sie sehr gelungen. Die Gestaltung des Buchsatzes ist tatsächlich ein bisschen fummelig. Man sieht den fertigen Buchsatz vor sich und kann darin virtuell blättern. Möchte man etwa auf Seite 72 etwas ändern, muss man den Editor aufrufen, der aber jedes Mal zur ersten Seite zurückspringt, so dass man immer wieder scrollen muss, um zu der gewünschten Stelle zu kommen. Einfacher wäre es, direkt im virtuellen Buch Änderungen vornehmen zu können. Aber gut, das sind wahrscheinlich Luxusprobleme, wie gesagt, wenn man sich dran gewöhnt hat, funktioniert es auch. Ein bisschen komisch mutet die Tatsache an, dass man bei Bedarf sein eigenes Buch kaufen muss. Sei’s drum, das ist halt das Geschäftsmodell.

Und es macht Spaß! Eine Tasse Tee, draußen mieses Wetter, im Hintergrund Musik und man gestaltet sein neues Baby in aller Ruhe.

Schließlich ist es nach ein paar Tagen soweit und es wird auf die Welt losgelassen. Es ist erwachsen, hat ein eigenes Zuhause und man kann sich neuen Ideen widmen.

Ob es Erfolg hat, ob es Interesse weckt, ob eines oder zehn verkauft werden? Völlig wurscht. Neulich habe ich durch Zufall erfahren, dass jemand „Weihnachten im Weltall“ gekauft und an jemand verschenkt hat, der aus der Gegend kommt, in der die Geschichte spielt. Sowas freut mich ungemein! Auch eine höhere Verkaufszahl würde mich freuen, ganz klar. Und wenn nicht? Meine Güte, es ist nur ein Hobby.

Manche gieren, ja lechzen geradezu nach Anerkennung und Lob. Sie träumen von Preisen, die sie nie kriegen werden und jammern, dass sie niemand beachtet. Neidvoll blicken sie auf den Erfolg anderer und fragen sich, warum der und ich nicht!?

Wie traurig.

Und wie entspannt es sein kann, wenn man sich einfach darauf besinnt, kein Profi zu sein und sich über jedes verkaufte oder heruntergeladene Exemplar freut – und seien es nur eine Handvoll!

Zu kriegen ist es im Shop von tredition, bei Amazon, oder Thalia und anderen Online-Shops

10 Kommentare zu „Geschichten ein Zuhause geben – Neues Buch ist da

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  1. Gratuliere!
    Sehen Sie, da machen Sie auch nicht soviel anderes als ich, die ich mir meine Bücher drucken lasse und dann im „Literaturgeflüster“ vorstelle und darüber schreibe, während Sie zu Onlineanbietern gehen!
    Sie machen es anders, als ich, schreiben Sie! Wollen gar nicht höher hinaus und betrachten sich gern als Hobbyautor! Einverstanden!
    Das Wichtigste ist ja das Schreiben! Ich nenne es Selbstverwirklichung und meine Lebensform! Sie wollen Ihren Texten ein zu Hause geben!
    Beides ist wahrscheinlich dasselbe und natürlich träumt man Anfangs vom Erfolg, später lernt man sich damit zu arrangieren und da sind wir, wieder, auch wenn Sie mir das nicht glauben, gar nicht so verschieden!
    Und stellen Sie sich vor, ich habe am Wochenende schon mein nächstes Buch konzipiert, beziehungsweise den Rohtext geschrieben!
    Da war zwar ein bißchen Montage, beziehungsweise meine Blogartikel dabei! Aber damit habe ich, glaube ich, jetzt den Bogen der Pandemie, über den verwirrten Egon, der an eine Invasion vom Mars glaubte und später für seine ihn betreuende „Hexen“ Jodtabletten kaufen will, um sie vor dem dritten Weltkrieg zu bewahren, der Mathilde die ihr Coronaland beschreibt und der so sprachgewandten kleinen Lena, die ihre Mutter mit ihren Fragen zur Verzweiflung bringt, gespannt!
    Das wirds vielleicht auch bald zwischen Buchdeckeln geben und Proben gibts davon schon im „Literaturgeflüster“.
    Wo ist also der Unterschied, daß Sie glauben, sich über mich lustig machen zu können?
    Ich sage, ich will bemerkt und beachtet werden! Sie sagen, das ist Ihnen egal, einverstanden!
    Wchtig ist aber, glaube ich, daß wir beide schreiben, weil man sich damit ausdrücken, sich verwirklichen und auch seine Spuren setzen kann!

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    1. Erstens hab ich mich nie über Sie „lustig“ gemacht. Ich versuche lediglich, Ihnen klarzumachen, worin die Gründe liegen könnten, dass die von Ihnen so begehrte Aufmerksamkeit ausbleibt. Zweitens gibt es sehr wohl Unterschiede zwischen Ihrer Art, Bücher zu publizieren, und meiner. Ihre liegen bei Ihnen zuhause, niemand erfährt von ihnen (außer man quält sich durch Ihre Blogtexte), niemand kann sie erwerben. Meine haben eine ISBN und sind in allen bekannten Onlineshops zu kaufen. Zudem – und das ist vermutlich der Grund, weshalb Sie davor zurückschrecken – setze ich mich der öffentlichen Kritik aus, die Sie scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Und natürlich würde ich mich auch über Beachtung freuen,, nur giere ich nicht so danach, wie Sie und jammere einmal im Quartal darüber, ohne Bereitschaft zu zeigen, daran etwas zu ändern. DAS ist dann doch ein Unterschied.

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  2. Machen Sie sich da keine Illusionen, ich sehe ganz ehrlich zwischen „Bod“ und „Engelsdorfer“ nicht viel Unterschied zu meinen Büchern und was die ISBN-Nummer betrifft, die kann man sich kaufen, wußten Sie das?
    Aber damit kommen Sie auch nicht in diesen Katalog in den die Buchhändler hineinschauen! Fragen Sie doch einmal in einer Buchhandlung nach Ihren Büchern und versuchen Sie sie zu bestellen!
    Mein erstes Buch, die „Hierarchien“ ist in einem Kleinverlag erschienen und hat so eine Nummer und ich habe von den fünfhundert Stück, die gedruckt wurden, noch immer ein paar Schachteln in Harland stehen und verteile sie in den Bücherschränken, obwohl ich damals brav in den Neunzigerjahren ein paar Stück in die Buchhandlungen getragen habe, die sie gar nicht wollten.
    Aus meiner Sicht besteht da nicht viel Unterschied und darüber wird genauso die Nase gerümpft, wie bei meinen Büchern, außer, daß Sie sich aus irgendeinen Grund für besser, als ich es bin, halten!
    Was, glaube ich, nicht einmal stimmt, weil ich ja schon lange im Literaturbetrieb herumkrebse und mich da ziemlich gut auskenne, was Sie, glaube ich, ja nicht interessiert!
    Bekriegen Sie uns nicht, lieber Uli, sondern machen wir beide so gut, wir es können, weiter!
    Ich bin an Ihren Bücher und ihrem Schreiben interessiert, glaube, daß Sie das ganz gut können, obwohl Sie wahrscheinlich einen ganz anderen Literaturbegriff als ich habe, also, liebe Grüße und viel Erfolg mit Ihrem neuen Buch!

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    1. Ja, ich weiß, dass man ISBN kaufen kann. Und ich habe sehr wohl schon mal in einer Buchhandlung angefragt, ob man sie bestellen kann und wissen Sie was? Es geht! Sie sind bestellbar. JEDES Buch, dass online bestellbar ist, können Sie auch in einer Buchhandlung bestellen und kaufen. Sie sind nämlich sehr wohl im VLB bzw. unter buch.de zu finden. Allerdings sind sie nicht im Barsortiment zu finden, also in den Auslage der Buchhandlungen. Das ist der einzige Unterschied.

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  3. Da habe ich andere Erfahrungen und würde das pessimistischer sehen, will aber Ihren Optimismus nicht trüben! Freuen Sie sich über Ihren Erfolg!
    Ich verstehe noch immer nicht so ganz, warum ich den nicht habe, habe aber damit leben gelernt und da ist es offenbar für mich wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen!
    Wenn Sie das stört, dann lesen Sie die entsprechenden Blogartikel nicht!
    Sie sehen es so, ich ein bißchen anders und beide schreiben wir auf unsere Art gut und das ist wahrscheinlich für uns beide wichtig und ich habe jetzt auch ein paar Bücher in der Buchhandlung der ehemaligen Babysitterin meiner Tochter stehen, mal sehen, ob sie sie verkauft!

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    1. Ich hab nicht mehr „Erfolg“ als Sie. Wie kommen Sie denn darauf? Ich nutze nur Veröffentlichungsplattformen, die mehr Möglichkeiten bieten. Ob die sich dann lohnen, liegt ganz bei mir, denn die Werbetrommel muss man als Selfpublisher immer selbst rühren.

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  4. Habe ich Ihnen die Geschichte schon erzählt.? Ich habe in den Neunzehnneunzigerjahren ein Elternratgeberbuch übers Stottern bei „Fischer TB“ gemeinsam mit einer anderen Autorin herausgebracht und hatte da auch einen Lehrauftrag an der Uni und verschiedene Seminare und die Leute dort auf das Buch verwiesen, die mir aber sagten, sie könnten das Buch nicht bekommen, die Buchhandlungen sagen ihnen, das gibt es nicht mehr!
    Gut!, habe ich gedacht, ist es halt vergriffen und ein paar Jahre später vom Verlag einen Brief bekommen, daß sie es einstampfen müßen, weil es unverkäuflich wäre!
    Da habe ich dann hingeschrieben und gefragt, wieso, wenn es doch vergriffen ist und die Antwort bekommen, der Verlag liefert an ein Zwischenlager aus, wo die Buchhandlungen bestellen und wenn die das dann nicht tun, gilt das Buch sowohl als nicht bestellbar als auch für unverkäuflich!
    Seltsam nicht wahr! und das war ein großer Publikumsverlag!

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    1. Nein, gar nicht seltsam. Nicht verkäufliche Bücher werden genauso behandelt. Das hat auch gar nichts damit zu tun, ob es ein großer oder kleiner Verlag ist. Wenn das Buch kein Interesse findet – evtl. auch entgegen der ursprünglichen Annahme des Verlags – wird es nicht mehr produziert und Restbestände vernichtet. Lagerplatz kostet Geld und der wird natürlich für verkaufsträchtigere Titel benötigt. Engelsdorfer hat z. B. „Der Ausflug … und andere Ereignisse“ rausgenommen, weil die Nachfrage zu gering war. Wie gesagt, ganz normal.

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  5. Ich würde es so sehen, aber das ist es wahrscheinlich auch, Sie nützen Ihre Plattformen, ich meinen Blog und eine Geschichte habe ich noch.
    Ich bin ja bis 2019 regelmäßig nach Leipzig gefahren und da gab es eine eigene Selfpublisherhalle mit vielen Ständen, vielen Autoren, vielen Bods, usw und da bin ich einmal durchgegangnn und habe das Gespräch zweier Damen mitgehört .
    „Das ist keine richtige Halle!“, hat die eine zur anderen gesagt.
    Das sind nur die Selfpublisher!“
    Und so ist es auch, Sie haben bei fast alles Ausschreibungen, kein BoD und kein Selfpublishing! Macht aber nichts! Das Schreiben ist wichtig, Sie machen es auf den Plattformen, ich im „Literaturgeflüster“ und bei „druck.at“ und wenn sich dann „Surhkamp“ bei mir melden sollte, sage ich auch nicht nein, schicke meine Texte aber nicht mehr hin!

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  6. Das haben Sie nicht verstanden, das Buch war nicht zu bekommen, obwohl es die Studenten kaufen wollten, weil es das Lager nicht ausgeliefert hat! Der Verlag hat mir damals geschrieben, daß ich Ihnen das melden hätte sollen, aber da war es schon zu spät!

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