Wehe, Du heizt zuviel! – Volkserziehung durch die EU

Ach, was finden die meisten Mitmenschen doch die EU so schön! Keine Grenzen, keine verschiedenen Währungen. Freies Reisen hin und her und rauf und runter. Dass es zunehmend zu Übergriffigkeiten seitens des Bürokratiemonsters EU gegenüber den Bürgern kommt, wird dabei tunlichst ausgeblendet.

Wenn es dann doch mal in den Fokus der Wahrnehmung gerät, wird fleißig relativiert und heruntergespielt, es würde einen ja doch nicht betreffen und wenn könne man ja immer noch nach Alternativen suchen und außerdem will ich jetzt erstmal nach Frankreich, dann nach Spanien und nach der Rente im Wohnmobil überhaupt quer durch Europa reisen, nicht wahr?

Der einzig wahre Journalist, der diese Berufsbezeichnung verdient hat, nämlich Boris Reitschuster, hat auf seiner Webseite einen Text von Alexander Wallasch veröffentlicht, der einen Bereich beleuchtet, den die meisten vermutlich gar nicht so auf dem Schirm haben. Heizen soll demnächst ferngesteuert werden können, soll heißen, wer zu viel heizt, bekommt erst so etwas wie eine Abmahnung und bei Uneinsichtigkeit – immerhin schadet er ja dem Klima bzw. den Vorgaben zum 1,5° Grad Wunschdenken der Fridays-for-Firlefanz-Hüpfer – kann ihm die Heizung komplett abgestellt werden.

Wie es ausschaut, wenn es ernst wird, dafür braucht es nicht viel Fantasie, es könnte sich beispielsweise so abspielen: Wer im Oktober zu viel Fernsehen schaut und dafür schamlos und egoistisch der Weltbevölkerung gegenüber die Heizung im Wohnzimmer aufdreht, anstatt früh schlafen zu gehen und sich im nicht beheizten Schlafzimmer in die Bettdecke einzumummeln, der wird nach zentraler Ablesung in Eskalationsstufen verwarnt.

Fruchtet diese erzieherische Maßnahme nicht, dann wird ihm irgendwann stundenweise die Energie versagt oder für einen Zeitraum ganz abgestellt, frei nach dem Motto: Wer nicht sparen, will muss frieren. Weil das aber inhuman wäre, auch in einer grünen Dystopie, soll zunächst niemand in seinen eigenen vier Wänden erfrieren: Dafür werden Notwärmestuben eingerichtet, in denen man sich eine bestimmte Zeit aufhalten darf, bevor man wieder zur nächsten pendeln muss – ältere Deutsche kennen das noch aus dem kalten Winter 1947.

Natürlich wird das so nicht in die Öffentlichkeit getragen! Es handelt sich dabei selbstverständlich nur um einen Service für die Kunden, denn die müssen künftig keinen Ableser mehr in die Wohnung lassen.

Alexander Wallasch:

Also man muss schon schwer an pathologischem Gutglauben leiden, so einen Unfug für bare Münze zu nehmen. Was hier eingeleitet wird, das ist die Transformation vom hergebrachten Prinzip des Sich-leisten-könnens hin zum sich per staatlicher Genehmigung Sich-Heizenergie-leisten-dürfens.

Ist das nicht toll? Wie sich die EU doch so vorbildlich um unser aller Wohlergehen bemüht und dabei – ups – ganz ausblendet, dass man Zählerstände selbst längst per Internet dem Versorger übermitteln kann. Aber so sind die Menschen, die alles super finden, was aus Brüssel kommt. Sie hinterfragen nicht. Und Kritiker sind sowieso von vorgestern.

Offenbar betrifft diese Übergriffigkeit vorerst(?) „nur“ Mieter. Aber auch private Hausbesitzer sollten sich nicht zu lange in Sicherheit wiegen. Es ist ein Leichtes, Heizungsumstellungen bzw. Neuerrichtungen per EU-Doktrin zwangsweise mit Smartmetern auszustatten, wie es teilweise ja schon mit Stromzählern geschieht.

Den ganzen Artikel von Alexander Wallasch auf der Webseite von Boris Reitschuster

 

3 Kommentare zu „Wehe, Du heizt zuviel! – Volkserziehung durch die EU

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