Es sind Männer!!! Schnappatmung beim feministischen Feuilleton

So kann der Morgen beginnen. Mit einer lustigen Meldung auf Journalistenwatch über die Verleihung des wohl höchstdotierten Literaturpreises an eine spanische Bestsellerautorin. Oder vielleicht doch nicht …?

Madrid – Ihre Bücher gehen weg wie warme Semmeln. Carmen Mola ist spanische Bestsellerautorin. Nun sollte sie am vergangenen Freitag den am höchsten dotierten Literaturpreis der Welt verliehen bekommen, den „Premio Planeta“, für ihr noch unveröffentlichtes Manuskript eines historischen Romans über Madrid während einer Cholera-Epidemie im Jahr 1834. Titel des Romans: „La Bestia“. 1 Mio. Euro sollte Carmen Mola dazu erhalten, 10.000 Euro mehr, als es für den Literaturnobelpreis gibt. Ihr Genre ist irgendwo zwischen Krimi und Thriller angesiedelt, sie schildert die grausamsten Szenen in großer Detailverliebtheit. Carmen Molas bislang einziges in Deutschland veröffentlichtes Buch trägt den Titel „Er will sie sterben sehen“. Ihr Erstlingswerk „La novia gitana“ stieg 2018 direkt in die spanische Bestsellerliste auf und blieb dort auch erstaunlich lange vertreten. „La novia gitana“ verkaufte sich mehr als als 500.000 Mal. Ähnlich erfolgreich waren auch ihre beiden nächsten Romane.

 

Carmen Mola hat wohl in der Vergangenheit ein Geheimnis um ihre Person gemacht und sich nie in der Öffentlichkeit gezeigt. Ihre Erklärung:

Sie wolle von ihren Arbeitskolleginnen, ihren Freundinnen und ihrer Mutter nicht erkannt werden, damit ihnen verborgen bliebe, welche grausamen Fantasien sie hat. Schließlich sei sie in ihrem wirklichen Leben eine völlig konventionelle Frau.

Natürlich hat man da vollstes Verständnis. Und ebenso natürlich fantasierte sich die Literatur-Schickeria eine Figur zusammen, die ihr in den Kram passte:

Insider waren sich sicher, dass Carmen Mola eine Professorin aus Madrid sein muss, und dass sie drei Kinder hat.

Zur Preisverleihung erschien dann Carmen Mola tatsächlich erstmals in der Öffentlichkeit, sehnsüchtig vom ganzen Land erwartet. Und jetzt bitte Kopfkino einschalten!

Und dann kam Carmen Mola tatsächlich, um den Literaturpreis entgegenzunehmen. Spanien erstarrte vor Schreck. „Carmen Mola“ – das sind drei Männer, Agustín Martínez, Jorge Díaz und Antonio Mercero, Drehbuchautoren für Fernsehserien der Güteklasse „Emergency Room“. Das feministisch durchseuchte Feuilleton, welches „Carmen Mola“ jahrelang in den Himmel geschrieben – und über den grünen Klee gelobt hatte für ihre splatterartigen Ausbrüche aus der braven, bürgerlich-harmlosen Frauenwelt, war auf einen Schlag blamiert bis auf die Knochen. Zumeist männliche Feminismuskritiker aus aller Welt schütten sich seit vergangenem Freitag aus vor Lachen und können gar nicht mehr aufhören.

So ein Ärger aber auch!

Quelle

2 Kommentare zu „Es sind Männer!!! Schnappatmung beim feministischen Feuilleton

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  1. Finde ich auch eher lustig und kein Grund sich aufzuregen, solche Sachen gab es schon, man kann auch über sich, die Vorurteile und die Klischees, die man im Kopf hat, nachdenken!
    Haben Sie übrigens „Identiti“ schon gelesen, kein Buchpreis aber Antje Ravic Strubels „Blaue Frau“ ist auch gut und setzt sich auch für die Rechte der Frauen ein und wünscht sich mehr Aufmerksamkeiten für sie.
    Ich höre übrigens gerade beim ARD-Buchmessenstream eine Diskussion übers Gendern und habe da an Sie gedacht!

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