Wuff, wuff! Braver Mitarbeiter! Nach dem Maulkorb folgt das Halsband!

Ach, wisst ihr, eigentlich ist es zu schade, nicht darüber zu schreiben. Während ich hier gerade an der Tastatur sitze und mehr oder weniger verzweifelt nach Worten suche, um Wahnsinn und Irrsinn in Worte zu fassen, umspielt dennoch ein Lächeln meine Lippen. Oder rührt das Lächeln daher, weil ich langsam durchdrehe?

Um es kurz zu machen, man denkt ja nach jeder neuen Verordnung der Zeugen Coronas, nach jeder neuen Idee, wie sie die Menschen noch mehr gängeln und drangsalieren können, dass es absurder und kranker nicht mehr gehen kann, dass irgendwann auch das niedrigste Level menschlichen Denkens nicht mehr unterboten werden kann …

… und dann stößt man auf so eine Meldung.

RT-Deutsch berichtet unter Berufung auf andere Quellen, unter anderem der französischen Le Monde von einem Konzern, der – Achtung, festhalten! – darüber nachdenkt oder nachgedacht hat, seinen Mitarbeitern Halsbänder zu verpassen, die bei zu geringer Annäherung an Kollegen einen 85dB lauten Warnton abgeben.

Ja, so hab ich auch geguckt.

Und da ich immer noch Hoffnung habe, dass es sich dabei um einen sarkastischen Scherz handelt, behandele ich es auch erstmal als solchen.

Oder besser doch nicht …?

Im richtigen Licht betrachtet, sind nämlich so ziemlich alle Verschwörungstheorien wie auch die beklopptesten Ideen in der jüngsten Vergangenheit irgendwann Realität geworden.

RT berichtet jedenfalls wie folgt:

Das Halsband sei vergleichbar mit den Bändern, „die Hunde vom Bellen abhalten sollen“, so die Gewerkschaft in einer Stellungnahme. Konkret hatte die Unternehmensleitung vorgeschlagen, Bänder einzusetzen, die bei zu geringer Nähe zu einem anderen Mitarbeiter Alarm auslösen. Dieses Band könne entweder um den Hals oder um die Taille getragen werden, wie auch die französische Tageszeitung Le Monde berichtete.

Nach Angaben der CFDT würden die Halsbänder einen Ton von 85 Dezibel abgeben, sobald die soziale Distanz nicht mehr eingehalten wird.

Quelle

Essity ist auch in Deutschland vertreten, eine Niederlassung davon ganz in meiner Nähe. Ich wüsste auch schon jemanden, der angesichts dieser neuen Möglichkeit ganz feuchte Augen kriegen könnte.

Wie dem Artikel zu entnehmen ist, soll ja bereits ein Sozial- und Wirtschaftsausschuss (CSE) tagen, bei dem die Geschäftsführung ihr Projekt spezifizieren muss, erklärte die Gewerkschaft Confédération française démocratique du travail (CFDT)

Gäbe es jemanden mit gesundem Menschenverstand, der diesem Konzern seine Idee mal eben mit Anlauf um den Hals wickeln würde, wäre so ein Ausschuss doch wohl eher hinfällig, oder?

Warten wir mal ab. Ich traue diesen Wahnsinnigen alles zu!

ALLES!

15 Kommentare zu „Wuff, wuff! Braver Mitarbeiter! Nach dem Maulkorb folgt das Halsband!

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  1. Das ganze Problem lässt sich doch leicht lösen, wenn die Firmen den Leuten das Homeoffice ermöglichen würden und sie nicht zur Anwesenheit zwingen würden.

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    1. Es geht nicht ums Homeoffice. Es gibt Bereiche und Branchen, da ist das rein praktisch schon nicht umsetzbar. Es geht um eine zunehmende Entmenschlichung einstmals freier Individuen hin zu potentiellen Virenschleudern und Gefährdern für Leib und Leben anderer! Und es geht darum, auf welch irrwitzige und krankhafte Ideen manche Leute kommen. Völlig egal, ob diese dann auch umgesetzt werden.

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      1. Ich hatte mich mit dem Kommentar hier rein auf das Halsband konzentriert 😉
        und ja, es gibt sehr viele Bereiche, in denen Homeoffice absolut nicht möglich ist … und vor den Leuten zieh ich meinen Hut.

        Das Dilemma besteht aus vielen Komponenten, nicht nur aus einer.
        Bleiben wir beim Beispiel Homeoffice, wer nicht pendeln muss, entlastet damit den Verkehr und schafft somit Platz für jene, die dies müssen.

        Ich selber trage durchaus aus Selbstschutz meine Maske, nicht weil ich es mir vorschreiben lasse, sondern weil allein die Sachlage der jährlichen Grippe sich damit drastisch reduziert. Masken haben durchaus ihre Vorteile. Mein Mann ist Risikogruppe (chronische Krankheit) und hatte bisher kein Jahr ohne mehrfache Grippe, dieses Jahr jedoch kein einziges Mal. Sich hier nur auf CV zu konzentrieren greift einfach etwas zu kurz.

        Dein Beispiel mit den Halsbändern sehe ich ebenfalls sehr kritisch und ob zB eine „Impfpflicht“ Sinn ergibt, ist auch fraglich.

        Die Tendenz zur Entmenschlichung gibt es schon lange, wir haben mit den technologischen Möglichkeiten nur Optionen geschaffen, die gewisse Tendenzen forcieren und fördern.

        Jede Entwicklung kann zum Guten wie zum Schlechten herangezogen werden – die Frage ist, wie viel Vernunft steckt in jenen, die das Sagen haben und wo ziehen wir selbst die Grenze für uns selber?

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  2. Beim Eitsraum am Wiener Rathausplatz gibt es das schon und da wunderte ich mich, wie auch bei den Salzburger Festspielen, daß da die Leute hingehen und mitmachen! Wenn alle das verweigern, wird es das nicht geben, aber die Angst ist natürlich ein guter Ratgeber oder Mittel die Leute zum mitmachen zu bewegen! Sich dagegen wehren und sagen „Da gehe ich nicht hin!“ und ansonsten natürlich aufpassen, den Abstand halten und Protestbriefe schreiben oder Texte!

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  3. Meine Grenze ist schon lange überschritten. Wenn man nicht mehr als Kollege gilt, nicht als Freund, als Angehöriger, sondern nur als mögliche Gefahr für andere, wenn man sich im selben Raum befindet, ach was, auf demselben Flur, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht mehr! Es KANN nicht sein, dass ein ganzes Land wegen einer verschwindend geringen Risikogruppe komplett wirtschaftlich zerstört und seine Bewohner wortwörtlich geknebelt werden. Sorry, das geht nicht! Wer sich SELBST mit einer Maske schützen will, soll das sehr gerne tun, dann aber wohlgemerkt 24/7/365. Denn wir sind, waren und werden es IMMER sein: Von Viren und Bakterien umgeben.

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  4. P.S. Zum Homeoffice und zu ihrer Kommentiererin, das Problem mit dem verpflichtenden Homeoffice ist wahrscheinlich, daß ein Dauerlockdown psychologisch nicht durchführbar ist, da drehen die Leute durch und halten sich nicht daran, wie das in Wien zu sehen ist und wahrscheinlich noch das Gesündeste ist, dann mit dem Bier auf der Straße herumzustehen und mit den Freunden plaudern, während man sonst, wenn man nicht herauskommt, wahrscheinlich wirklich leicht vereinsamt, Depressionen und andere pyschische Störungen zunehmen, auch, wenn es da noch keine Studien gibt, halte ich das für nicht gesund, weil sich alle wahrscheinlich auch nicht so selbst strukutieren können werden, wie man das dann müßte!

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    1. Es ist nie eine gute Idee „Zwang“ aus etwas zu machen, das reizt die meisten eher dazu eine Schlupflochlösung zu suchen.

      Darum schrieb ich auch von „ermöglichen“, denn bisher war es bis auf wenige Ausnahmen IMMER Präsenzzwang! Jetzt sehen die Firmen, es geht auch anders.
      Homeoffice ist – ganz nebenbei bemerkt – ja auch nicht für jeden geeignet, viele sehen zB das Büro als „Urlaub“ wg. der Kinder oder weil sie den Tratsch mit den Kollegen „brauchen“, andere wie ich wiederum arbeiten ohne Ablenkung zu Hause sehr viel besser und konzentrierter – darum „ermöglichen“.

      Darum glaub ich, ist die aktuelle Krise auch eine Chance – sofern wir als Gesellschaft draus lernen – wie im Yin/Yang ein Funke Schatten im Licht / ein Funke Licht im Schatten

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  5. Zum Uli, ja, natürlich die Idee dieses Virus auf Null zu schalten und damit auszurotten, was offenbar Frau Merkl jetzt auf ganz Europa oder Welt ausdehnen will, wird und kann nicht funktionieren! Dann ist im schlimmsten Fall alles tot, das Virus aber immer noch da! Also daran denken, daß es Viren immer schon gegeben hat und wir da nicht so ausrasteten! Da müßte ein Umdenken her oder ein Widerstand dagegen, wenn keiner mitmacht, wird sich vermutlich etwas ändern!

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  6. Halsbänder, glaube ich, nicht, aber wenn Sie am Rathausplatz eislaufen wollen, bekommen Sie eine Art Bewegungsmelder, der pfeift, wenn die zwei Meter unterschritten sind und das wird sehr gelobt, ich gehe aber dort nicht hin und sowieso nicht mehr eislaufen!

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  7. Versteh ich eigentlich auch nicht, aber es war und ist wahrscheinlich noch voll, ich würde es nicht tun, aber wenn Sie kleine Kinder haben und eine zwei Zimmerwohnung, ist es wahrscheinlich auch wichtig, daß die Kinder hinauskommen und Bewegung haben!
    Sie sehen, es ist kompliziert und die Idee jetzt sperren wir alle ein paar Monate ein und dann ist das Virus weg, wird nicht funktionieren und selbst wenn, wären die psychologischen Folgen viel viel schwerer und leider hat man, wie ich höre, da keine Psychologen im Beraterteam gehabt!

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    1. Kinder MÜSSEN an die frische Luft, sich bewegen. Ich habe selbst die letzten 23 Jahre in Wien gelebt und bin endlich raus. Es ist stickig, eng und zB bei einer Gemeindewohnung wo die Wände mitunter sehr dünn sind ein Horror.
      Gut, ich bin aber auch kein Stadtmensch, brauche Platz und Natur um mich.

      Wenigstens waren zuletzt die Parks offen, denkt mal an den Lockdown im März letzten Jahres.

      Doch betrachten wir das auch von der positiven Seite – so gab es so viele Menschen, die sich wünschten ihre Kinder mehr zu sehen, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen und die Kinder vielleicht auch selber zu unterrichten. Das können sie jetzt alles tun.
      Dazu gibt es einen schönen Spruch – „Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen!“

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  8. Ja, ntürlich müssen Kinder an die frische Luft und die Erwachsenen auch. Gehen die Älteren nicht hinaus, bekommen sie eine Thrombose und die Abwehrkräfte, die man ja da eigentlich besonders braucht werden geschwächt, wie es ja eigentlich sehr verwunderlich ist, daß so wenig auf die Abwehrkreigte geachtet und nicht versucht wurde, die Immunität durch Bewegung und gesunde Ernährung zu stärken, wenn man die Hände ständig desinfiziert zerstört man auch die Abwehrkräfte und beim Dauermaskentragen ist das sicher ebenso und auch verwunderlich, daß überhaupt nicht geschaut wird, wieviele Leute sind jetzt schon immun, sondern darauf gebaut wird, dam trotzdem alle geimpft werden!
    Und wenn alle vor Angst gelähmt, die die ja auch die Abwehrkräfte vermindert, zu Hause sitzen und vor dem Fernseher Chips in sich hineinstopfen, Bier und Wein vor Verzweiflung trinken, bekommen sie Bluthochdruck und Diabetes und gehören dann vielleicht zur Risikogruppe!

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