Corona als Mittel zur Verstaatlichung der Kultur

Die völlig überzogene Hysterie vor einem Virus, dessen Mortalitätsrate weit unter der der alljährlich grassierenden Grippewelle verläuft, und der damit verbundene Lockdown hat – natürlich – auch Einfluss auf die Kulturszene. Kaum ein Theater, ein Club oder sonst eine freie Bühne kann sich einen derartig langen Ausfall finanziell leisten. Von den Künstlern ganz abgesehen. Marek Lieberberg, der Konzert- und Festivalveranstalter hat dazu eine interessante Bemerkung gemacht, deren Betrachtung sich lohnt.

Wenn es bis spätestens zum 1. Halbjahr 2021 nicht zur kompletten Aufhebung der Veranstaltungsverbote für die Konzert- und Eventbranche gäbe, so Lieberberg gegenüber RTL und „n-tv“, seien Staatsübernahmen wirtschaftlich unabdingbar. Wenn die aktuellen Restriktionen bestehen blieben, oder selbst nach ihrer Aufhebung eine nochmalige Einschränkung erfolgen sollte, „dann wüsste ich nicht, wie der Weg weiterführen sollte“, so der Großveranstalter: „Das heißt, wir müssten wahrscheinlich auch vom Staat übernommen werden wie die Theater- und Opernhäuser.“

Klingt erstmal gar nicht so dramatisch. Staatsopern, Staatstheater … kennt man. Kein Problem. Aber denken wir doch mal weiter …

Wer garantiert denn in einem solchen Fall, dass weiterhin die künstlerische Freiheit gewährleistet ist, wenn fortan die Politik ihre Finger im Kulturbetrieb hat? Was das Fernsehen angeht, ist das ja weitgehend schon der Fall. Künstler wie Dieter Nuhr erfahren jetzt schon einen Shitstorm, wenn sie sich allzu kritisch gegenüber der politischen Kaste äußern, wie zuletzt in der Causa Drosten/Merkel (ab 1:45)

Und wenn auch noch andere Veranstalter unter der Knute Kontrolle der Regierenden stehen? Wenn sie fortan etwa Auftritte genehmigen lassen müssen und vormals unliebsame Kabarettisten Auftrittsverbot bekommen?

Wie einfach es doch plötzlich wäre, nur noch Lobhudler auftreten zu lassen!

Oder renitente Veranstalter einfach plattzumachen …

Man ist natürlich als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt, wenn man hinter diesem Lockdown ein System zu erkennen glaubt. Kontrolle der Massen, einfaches Verbot von Versammlungen (außer gegen „Rassismus“ natürlich, da ist Corona scheißegal), hartes Durchgreifen bei Rentnern, die auf der Bank sitzen, Nachsehen bei Drogendealern im Görlitzer Park, also genau nach dem Wunsch von R2G.

Und als nächstes? Kontrolle von Verlagen, die kritische Bücher drucken und vermarkten? Auflagen an Buchhandlungen, ebenfalls nur noch Lobhudler in die Schaufenster zu stellen? Zumindest jene Unternehmen, die staatliche Hilfen in Anspruch genommen haben?

Linksverstrahlte und all die anderen Regierungsklatschpappen würden das natürlich begrüßen, klar. Die würden ja auch für einen Friseurbesuch nicht nur völlig unkritisch ihre Adresse angeben, sie würden auch eine Blutprobe schulterzuckend akzeptieren, wenn das gefordert würde.

3 Kommentare zu „Corona als Mittel zur Verstaatlichung der Kultur

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  1. Glaub ich nicht, daß die Linken das machen, aber natürlich, die Kultur und die Bücherwelt muß weiter links und kritisch bleiben,sonst müßten wir dagegen demonstrieren, schön, daß Sie sich so für die Freiheit der Kunst einsetzen!

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  2. Und bevor Sie mir jetzt widersprechen, kann ich Ihnen gleich verraten, daß ich auch schon dringend zum Friseur müßte, aber mit Maske gehe ich dort genauso nicht hin, wie in die „Alte Schmiede“ und meine Adresse gebe ich dort auch nicht ab!

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