Manchmal schweige ich

Ein Gedicht der 18-jährigen Naomi Seibt, Preisträgerin des Gedichtwettbewerbs „Mutige Mädchen“. Glücklicherweise gibt es immer noch junge Menschen, die sich von der Schule und den linksverstahlten Medien nicht den Kopf verdrehen lassen und ihre eigene, klare Sicht der Dinge haben und dazu stehen:

Manchmal schweige ich

Manchmal schweige ich.
Manchmal macht mir die Angst vor Ablehnung
einen Strich
durch die Rechnung
und ich verleugne mich.

Manchmal will ich auch Augenbinden tragen,
blind leeren Staatsversprechen hinterherjagen:
„Wir lassen doch nur Fachkräfte und Schutzsuchende rein.“
So ignorant wie die Menschenmassen will ich auch sein,
anstatt den Schritt aus dem System zu wagen.
Es ist unbequem, die Wahrheit zu sagen.

„Wahrheit“ ist doch sowieso nur subjektiv.
Lieber folgen wir dem Narrativ.
Warum den Kopf herhalten?
Es heißt, dass wir bloß die Gesellschaft spalten.
Stattdessen fügt man sich dem Kollektiv.
Gehorsamkeit ist attraktiv.

Immer öfter schweige ich.
Immer öfter macht mir die Angst vor Ablehnung
einen Strich
durch die Rechnung
und ich verleugne mich.

Die Linken sehen für uns nach dem Rechten.
Antifaschismus wollen sie verfechten.
Zum Schutze der Verfassung
unterzieht man diejenigen der Prüfung,
die uns mit lästigen Fakten
alternative Denkansätze brächten.

Sich dem zu widersetzen wäre Leichtsinn.
Das Schwert des großen Staates schützt uns vor dem Machtgewinn
der angeblichen Rechtsfaschisten.
Zentralisierte Staatsgewalt kann niemand überlisten.
Souveränitätsverlust nehme ich wehrlos hin.
Tausche Freiheit gegen Scheinordnung und Wahnsinn.

Meistens schweige ich.
Meistens macht mir die Angst vor Ablehnung
einen Strich
durch die Rechnung
und ich verleugne mich.

Gleichheit macht uns alle reicher.
Hauptsache nur, ich bin noch gleicher!
Es heißt „Die Welt liegt IHR zu Füßen!“
Das Patriarchat soll für mich büßen.
Mein Körper ist kein Kinderspeicher.
Als Quotenpüppchen ist es leichter.

Erzieh mich, Großregierung!
Anpassung schützt vor Degradierung.
Im Strom treiben wir mit den toten Fischen.
Im Schwarm kann uns kein Kritiker entwischen.
Was soll ich denken? Formt mir meine Meinung!
Der Opportunist in mir tritt artig in Erscheinung.

Stopp.

Will ich das wirklich?
Seit wann bin ich scheinheilig?
War ich nicht einst mutig?

Der Demonstrant wird Instrument seiner Regierung.
Der Totalitarismus tarnt sich als Globalisierung.
Diversität verschwimmt zur Grauschattierung.

Manchmal schweige ich.
Manchmal macht mir die Angst vor Ablehnung
einen Strich
durch die Rechnung
und ich verleugne mich.

Aber wenn ich nicht aus der Schweigespirale aussteige,
dann tut es keiner.
Aus reiner Feigheit
ziehen wir uns zurück in Unmündigkeit.
Es reicht, wenn Einer
seinen Mut und Zuversicht befreit
und spricht.

***

Eine tolle, junge Frau, alle Achtung! Sie betreibt übrigens auch einen neuen YouTube-Kanal, den sie hier vorstellt:

Außerdem ist sie Gastautorin bei Philosophia Perennis

5 Kommentare zu „Manchmal schweige ich

  1. Das tolle an der jungen Frau ist vielleicht, daß sie sagt, daß sie den anderen zuhören und sich mit ihren Meinungen außernandersetzen und sie nicht gleich beschimpfen oder löschen will, da könnten Sie sich als „älterer weißer rechter Herr“ vielleicht ein Beispiel nehmen, daß Meinungsäußerung auch anders gehen kann, als die anderen niederzuschimpfen und verächtlich zu machen!

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  2. Wenn ich mir so die rechten Videos anschaue, wie zum Beispiel ,das der jungen Frau, dann denke ich, die meisten schaffen es ohne Schimpfen und Verächtlichmachen, auf ihre Meinung aufmerksam zu machen.
    Okay, ein paar sind vielleicht noch ein bißchen ärger, aber wenn man auf etwas hinweisen will, das vielleicht nicht in Ordnung ist, warum muß man dann losschimpfen und verächtlich machen?
    Es würde doch reichen, zu schreiben „Das und das ist nicht iokay, warum siehst du das so?“
    Dann kann man darüber reden und seine Meinung austauschen! So kommt nur ein Haß, eine Spalterei und im allerschlimmsten Fall ein Bürgerkrieg heraus und das will ich nicht!

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