Versteckte Kamera – mal Böse, mal Gut

Dass Linke in der Regel verkommene, heuchlerische Zeitgenossen sind, darüber habe ich schon öfter geschrieben und auch belegt, warum das so ist. Neben den üblichen Verdächtigen in den einschlägigen Parteien, sowie den ihnen nahestehenden Zeitgenossen, gibt es natürlich auch noch die verlotterte linke Presse. Aktuell arbeiten sich die sogenannten „Journalisten“ an einem Video ab, das ihnen auf obskurem Weg zugespielt wurde und das dafür gesorgt hat, dass Österreichs Vizekanzler Strache zurücktreten musste.

Keine Frage. Nach dem, was auf dem Video zu sehen war, war das die einzig logische Folge und sein zeitnaher Rücktritt mehr als anständig. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

Darum geht es mir aber im Moment auch gar nicht, vielmehr lohnt sich der Blick auf ein ganz anderes, älteres Video, das ebenso heimlich, wenn auch wesentlich „offener“ gefilmt wurde. (Immerhin blicken die beiden mehrmals in die Kamera, demnach sehen sie sie auch) Vor knapp zwei Jahren sorgte ein von der Nachrichtenseite „Journalistenwatch“ mitgeschnittenes Gespräch zwischen dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und seinem Kollegen Matthias Geisel für hellste Empörung bei der Süddeutschen Zeitung, eben jenes Drecksblatts, das sich derzeit als großer Enthüller darstellt. Hier ist der Mitschnitt:

Und was schrieb die SZ dmals zu dieser Vorgehensweise?

Der Feind ist inzwischen überall. Man kann ihm auch auf dem eigenen Parteitag begegnen. Oder von ihm dort heimlich gefilmt werden. So wie das am vergangenen Wochenende Winfried Kretschmann passiert ist. Während sich die Grünen in Berlin öffentlich hinter der Parteispitze versammelten, wetterte Kretschmann im Zwiegespräch mit einem alten Freund gegen einen zentralen Beschluss des Parteitags. […]

und weiter

So, wie es aussieht, hat ein den Grünen nicht wohl gesonnenes Nachrichtenportal auf deren Parteitag sehr zielstrebig darauf gewartet, Pannen, Fehler, Widersprüche zu entdecken. Und es hat dabei heimlich Filmaufnahmen gemacht. Heimlich deshalb, weil Kretschmann und Kollege nicht wussten, dass sie da aufgenommen würden. Das jedenfalls beteuern sie im Rückblick.

Moralisch einwandfrei also ist das Handeln der Filmchenmacher nicht; außerdem steht es außer Frage, dass es höchst problematisch wäre, wenn auf einem solchen Parteitag jeder in jeder Sekunde damit rechnen müsste, heimlich gefilmt und danach öffentlich aufgespießt zu werden. Es würde jede Freiheit nehmen, in Konflikten eine eigene Meinung zu artikulieren, obwohl man im Grundsatz der Gemeinschaft folgen wird. Ein Parteitag mit tausend heimlichen Kameras wäre das Ende einer Debattenfreiheit, wie sie die Demokratie ausmacht…

Quelle

Und was schreiben diese Honks aktuell zu ihrer grandiosen „Enthüllung“ bezüglich Strache?

Wir, und hier sei dieses Personalpronomen bewusst benutzt, fühlen uns der Demokratie und der freiheitlichen Gesellschaft verpflichtet. […] Strache und Johann Gudenus wurden hereingelegt. Man kann dies eine Falle nennen. Allerdings ist es keine Falle, in die viele andere Politiker auch tappen würden. Das FPÖ-Duo wurde nicht gefangen und zu etwas gezwungen. Die beiden haben sich freiwillig und gerne entblößt, ohne freilich damit zu rechnen, dass ihr wahres Wesen öffentlich werden könnte. […] Hier setzt die Aufgabe des Journalismus ein. […]

Quelle

Meine Güte, was sind das doch für integre Jungs, nicht wahr? Immerhin geht es ja gegen den politischen Gegner, da ist es plötzlich scheißegal, wie irgendein Video zustande gekommen ist.

Wehe aber, es richtet sich gegen das eigene Klientel und wehe, die Aufnahmen kommen auch noch von der unliebsamen Konkurrenz! Dann ist ganz schnell Schluss mit Journalistisch-Lustig! Dann sind wir empört!

Ihr Linken seid einfach nur erbärmlich!

Ein Kommentar zu „Versteckte Kamera – mal Böse, mal Gut

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