Duisburg – 12 Uhr Mittags

In Anlehnung an Henryk M. Broders Artikel auf der Achse des Guten, in dem er die Verhandlung gegen ihn wegen Beleidigung ankündigt, nehme ich die deutsche Version des Westernklassikers mit Cary Grant für meinen Bericht über die Verhandlung Veranstaltung am heutigen Tag vor dem Amtsgericht Duisburg.

Wer die in Dinslaken weltbekannte Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (Zitat Joachim Steinhöfel) nicht kennt, muss sich keine Gedanken machen, die Person ist so unwichtig und nutzlos wie ein rostiges Fahrrad am Straßenrand. Wer aber möchte, auf dem oben erwähnten AchGut-Artikel hat Herr Broder wiederum Texte zu dieser beleidigten Halal-Leberwurst verlinkt. An dieser Stelle sei vielleicht noch anzumerken, dass Moslems ja von Geburt an beleidigt sind. Sie werden geboren und beschweren sich, selbst atmen zu müssen. Oder so ungefähr.

Nun, jedenfalls wollte ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen. Also frei genommen, Bahnticket gekauft und ab nach Duisburg.

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Offenbar hatte man seitens des Gerichts nicht mit so einem Andrang gerechnet. Schon um elf Uhr standen die ersten Besucher vor dem Eingang, und als Herr Broder in Begleitung seines Verteidigers, dem bekannten Medienanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel eintraf, machte sich freudige Erregung breit. Jeder versuchte, einen Blick auf den genialen Publizisten zu erhaschen, der sich unter die Leute mischte und jedem freundlich antwortete, wenn er etwas gefragt wurde, Autogramme gab und Selfies mit seinen Fans machte. Auf Betreiben Herrn Steinhöfels wurde die Verhandlung vom eigentlich schon größeren Saal in den allergrößten verlegt, damit auch alle Zuschauer Platz finden konnten.

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Und dann begann das, was man landläufig eine Farce nennt. Die Staatsanwältin hatte gerade mal eine halbe Seite Anklageschrift vorzuweisen, die sich sämtlichst auf ein abgedrucktes Zitat in einer Zeitung beschränkte.

Keine Zeugen. Keine eidesstattlichen Erklärungen. Keine Lamya Kaddor, die offenbar als Zeugin geladen und nicht erschienen war. Nichts! Herr Steinhöfel schlug vor, ob sich das Gericht für diese Justizposse nicht lieber entschuldigen wolle. Wollten sie aber nicht.

Nach fünfzehn Minuten war alles vorbei und der Termin vertagt. Ob es einen neuen gibt, ist derzeit unklar, denn der einzige Zeuge der „Anklage“, nämlich der Redakteur des Artikels, in dem das Zitat gefallen war, hat natürlich als Journalist ein Zeugnisverweigerungsrecht, um seine Quellen zu schützen. Man darf gespannt sein, wie und ob diese Justizposse (Steinhöfel) weitergeht.

Ich spekuliere darauf, dass es im Sande verläuft, weil der Anlass einfach so nichtig und unwichtig ist, weil die Beweislage derartig dünn ist, dass es einfach nur zu einer Einstellung kommen kann. Es ist wirklich eine Frechheit, womit manche Leute die ohnehin schon überlastete Justiz behelligen.

Mimimi, ich bin beleidigt, mimimi, ich renn zum Staatsschutz, mimimi, ich stelle 107 Strafanzeigen wegen Beleidigungen gegen meine „Ehre“, mimimi, die sind alle ganz doof!

Sach mal, geht’s noch, du verrücktes Huhn???

Alter Falter! Und für so einen Mist zerrt man einen über 70 Jahre alten Mann vor Gericht! Obendrein kommt der Steuerzahler für alle Kosten auf!

Statement von Steinhöfel und Broder nach dieser Witzveranstaltung auf Facebook:

(Kann sein, dass es nur FB-Nutzer sehen können)

Nachfolgend noch ein paar Momentaufnahmen:

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Guter Dinge
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Vor der Verhandlung
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Nach der Verhandlung
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Fans und Presse
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Fans
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Henryk entspannt vor dem AG
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Fans und Presse

Noch ein aktueller Artikel, in dem ich als „Prozessbeobachter“ sogar zitiert werde, wie cool ist das denn? 🙂

https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/henryk-m-broder-in-duisburg-vor-gericht-publizist-mit-scharfen-worten-justizposse-id217405447.html

Und in der WDR-Mediathek:

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/prozess-gegen-broder-100.html

Ein Kommentar zu „Duisburg – 12 Uhr Mittags

Gib deinen ab

  1. Vielleicht sollten Sie sich ein bißchen seriöser zum Beispiel mit einem wissenschaftlichen Buch mit dem Koran auseinanderzusetzen und nicht nur Ihren Vorurteilen Auslauf geben und dann denke ich, daß kein Mensch so unnütz und wertlos, wie ein rostiges Fahrrad ist und auch dieses hat wahrscheinlich noch sein Werte, die sich gut ausnützen lassen, sei es auch nur für die Repaeratur eines anderes Fahrrades oder es ist auch der Ledersitz intakt!

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