Another Brick in the Wall

Die letzten Tage lief mal wieder der ewige Klassiker von Pink Floyd im Radio. Natürlich singt man den laut mit, so will es das ungeschriebene Gesetz! The Wall erschien 1979 und in meiner Schulzeit in den 80ern war es die Hymne gegen Autorität, gegen das stumpfsinnige Lernen von Dingen, die man nie zu brauchen glaubte und gegen diesen Zwang, sich anzupassen und alles zu fressen, was einem hingeworfen wurde.

Nun war ich selbst nie einer von den wirklich Aufmüpfigen, ich wollte die Schulzeit einfach nur hinter mich bringen. Aber ich war im Herzen stets auf der Seite derer, die offen „Nö, mach ich nicht“, gesagt haben und ich hab sie, wie ich zugeben muss, für ihren Mut schon irgendwie bewundert.

We don’t need no education
We don’t need no thought control
No dark sarcasm in the classroom
Teachers leave them kids alone

Warum schreib ich darüber? Nun, weil ich während des Mitsingens plötzlich laut lachen musste.

Wenn ich mir nämlich die heutige Generation der Schüler anschaue, krieg ich das Grausen. Durchgegendert, klimagehirngewaschen, auf Alle-sind-gleich getrimmt und darauf konditioniert, jeden, der sich nicht diesem Quatsch unterordnet als „Rassist“ zu bezeichnen.

Es gibt natürlich Ausnahmen, keine Frage. Und die haben es garantiert nicht leicht, denn wenn man weiß, wie schnell jemand zum Außenseiter werden kann, weil er nicht dieselbe Melodie spielen will oder sich gar eine eigene, vom Mainstream abweichende, Meinung leistet, kann man sich vorstellen, wie viele sich womöglich lieber stillschweigend anpassen.

In Osnabrück gab es zuletzt ein sogenanntes „Theaterstück“. Eigentlich eher plumpe Hetze gegen eine demokratisch gewählte Partei, die mehr als alle anderen fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Das liest sich in der Beschreibung der OZ dann so:

Die Hinweistafeln des Schulgebäudes werden so beispielsweise zur neu errichteten Grenzanlage, an der die eindringenden Migranten erschossen werden.

Beklemmung vermittelt vielmehr das Randgeschehen. Etwa wenn das Publikum von Ordnern mit den Worten „schneller“ oder „Gehen Sie weiter“ zum nächsten Spielort geschubst wird oder wenn hinter Glasfenstern offensichtlich gerade jemand zusammengeschlagen wird, während davor ein „guter Deutscher“ über nationale Identität spricht. Oder wenn das Publikum in einem lichtlosen Kellerraum eingesperrt wird und eigentlich nur noch darauf wartet, das Geräusch von aus Duschdüsen strömendem Gas zu hören.

Die Frage erübrigt sich, was jemandem widerfährt, der sich weigern würde, an so einem widerlichen Machwerk teilzuhaben.

„Wer nicht hüpft, der ist ein Nazi!“

Kein Wunder also, wenn es immer weniger Jugendliche gibt, die sich trauen, aufzumucken. We don’t need no education – We don’t need eure Gehirnwäsche.

Es gibt natürlich Ausnahmen. Blogger wie neverforgertniki, Mitglieder der Jungen Alternative, die Identitären, die sich derzeit einer himmelschreienden Schmutzkampagne ausgesetzt sehen und viele andere jugendliche Blogger und Youtuber. Und alle müssen sie aufpassen, dass ihnen durch ihre Aktivitäten keine Nachteile in Schule, Beruf oder Uni entstehen! Wie traurig ist das eigentlich???

Mein Gefühl sagt mir überdies, dass sie in der Minderheit bleiben werden und bei der Vorstellung, was heutzutage für eine widerspruchslose Generation heranwächst, kann einem ganz schön schwummrig werden.

Ein Kommentar zu „Another Brick in the Wall

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  1. Also aufpassen, Persönlichkeit, Selbstbewußtsein, seine eigene Meinung bilden und sich vielleicht auch nicht kommentarlos den Rechten anpassen, sondern selbst entscheiden, wie man diese Welt haben will und sich dafür engagieren und natürlich auch den eigenen Musikgeschmack entwickeln, etcetera!

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