Karma is a Bitch – Black Monday in Fritzlar

Es gibt manchmal Nachrichten, die einem trotz ihres desaströsen Hintergrunds unfreiwillig ein Lächeln abringen. Und zwar immer dann, wenn es die Verharmloser jener Zustände trifft, deren Opfer sie werden. Wie zuletzt in Fritzlar.

Da wollte doch ein Politiker der Freien Wähler, der Herr Dr. Christoph Pohl, nach Feierabend nur schnell was einkaufen und dann passiert sowas, wie das Lokalportal lokalo24 berichtet:

„Auf dem Gelände vom Tegut ist mir eine größere Gruppe aufgefallen“, sagt Pohl. Gedacht habe er sich aber nichts. „Erst als sich mir im Laden ein Schwarzer in den Weg stellte und mich auf meine Apple Airpods (Anm. d. Red.: Kopfhörer) ansprach, bekam ich ein komisches Gefühl“, so der 39-Jährige weiter. Nach einem kurzen Wortwechsel und dem darauf folgenden Weg zur Kasse, sei ihm ein weiterer Farbiger aufgefallen, der ihn beobachtete. Als Christoph Pohl den Supermarkt verließ und wenige Schritte in Richtung Stadthalle ging, sah er sich der Gruppe erneut gegenüber.

Warum ihm diese Gruppe „aufgefallen“ ist? Hm, man könnte spekulieren. Damit würde man aber die Äußerung des Herrn Doktor und seiner Parteifreunde ad absurdum führen, die da im Wahlkampf noch lautete „Die FREIEN WÄHLER sind die echte Alternative, weil Politik nicht nur aus Angst vor Flüchtlingen bestehen darf.“ Kaufen wir aber einfach weiter ein …

Einer von denen sprang plötzlich auf mich zu. Um mich zu verteidigen, hab ich die Einkäufe fallen lassen – da setzte es aber direkt den Schlag aufs Gesicht“, schildert Pohl den Angriff. Kurz darauf gelangen dem Lokalpolitiker einige Schläge, die die beiden Angreifer zu Boden gehen ließen. „Glücklicherweise konnte ich mich verteidigen. Das schreckte die Anderen wohl ab“, so Pohl. „Aber als die gemerkt haben, dass sie körperlich unterlegen sind, ist plötzlich eine Wodkaflasche aufgetaucht.“ Nach mehreren fehlgeschlagenen Angriffen, sei die Flasche an einem Treppengeländer zerschlagen worden. „Die wollten mich damit beeindrucken.“ Doch die Hand konnte Christoph Pohl noch rechtzeitig wegziehen, so dass es „nur zu einem Schnitt am Finger kam“. Kurz nach dem Schnitt habe sich Pohl mit Pfefferspray gegen den Angriff mit der Flasche verteidigen können, woraufhin die Gruppe flüchtete. „Zum Glück hatte ich Pfefferspray dabei, ansonsten hätte es anders ausgehen können“, erklärt der 39-Jährige. Eines sei für den Lokalpolitiker jedoch klar: „Das war ein Angriff mit Tötungsabsicht. Und Drohungen wie ‘Ich f***e deine Familie’ gab es auch noch. “

Ja, zum Glück hatte der Herr Doktor Pfefferspray … Moment … WAS hatte er dabei? Und vor allem WOZU? In einem Land, das so sicher ist wie noch nie? Das eine fast nicht mehr vorhandene Kriminalitätsrate hat? In dem wir gut und gerne durch dunkle Unterführungen laufen und uns keine Sorge mehr zu machen brauchen? Und da trägt so ein Refugee-Pappschildhochhalter tatsächlich Pfefferspray mit sich rum? Naja, bestimmt nur, weil er sich vor den 33 freilaufenden Rechtsextremisten schützen will, nicht wahr?

Kurze Zeit später kamen die beiden Täter in Begleitung eines Dritten zurück auf den Parkplatz um eine zurückgebliebene Jacke zu holen. Just in diesem Moment kam die Polizei und konnte die beiden Somalier festnehmen. „Laut Polizei sollen die 19 Jahre alt sein, aber für mich waren die älter“, erklärt Pohl und ergänzt: „Der Rest der Gruppe ist noch auf freiem Fuß – kommende Angriffe sind nicht ausgeschlossen.“ Dennoch fand Pohl lobende Worte für das schnelle Eingreifen der Polizei. Doch seien Attacken solcher Gruppen ein grundsätzliches Problem.

Na, jetzt kriege ich aber Schnappatmung! Ein grundsätzliches Problem sind diese armen, traumatisierten jungen Leute also? Gestern waren es noch Einzelfälle. Also echt, man blickt langsam nicht mehr durch.

Und dann haut doch tatsächlich der Ladeninhaber noch in dieselbe Kerbe, was denkt der sich eigentlich? Hat der keine Angst vor der linken Antifa? So ein Supermarkt hat doch schöne, große Fenster, die sich prima als politisches Statement mit Ziegelsteinen einwerfen lassen!

Frank Hahn, Leiter des Tegut-Marktes, erklärt zu der Situation: „Aufgrund solcher Gruppen haben wir Ladendetektive im Einsatz. Zwölf Mann kommen rein, einer kauft was und der Rest steckt etwas ein. Aber körperliche Übergriffe in der Form gab es bisher nicht.“ Gerade in der Zeit nach 20 Uhr haben Diebstähle zugenommen, so Hahn weiter.

Kann ja gar nicht sein, das entspringt bestimmt nur einer rechten Gesinnung, die Quellen (also lokalo24) sind auch rechts und überhaupt sind alle, die solche Veränderungen im Stadtbild bei sich und anderswo wahrnehmen doofe Nazis.

Ob der Herr Doktor ob seines Erlebnisses nachdenklich wird, was seine Haltung angeht?

Man darf es ruhigen Gewissens bezweifeln.

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