Literatur im Film – Filme über Literatur

Neben den bekannten Literaturverfilmungen gibt es ja auch Filme, die sich mit Literatur, Büchern und dem Lesen und Schreiben beschäftigen. Zwei davon möchte ich nachfolgend mal vorstellen.

1. Der Club der toten Dichter (Dead Poets Society) 1989

Carpe Diem … Oh Captain, my Captain … Wohl jeder, der sich mit Filmen beschäftigt, wird schon mal von diesem Meisterwerk gehört, bzw. es gesehen haben. Ich behaupte, auch wenn man nichts mit Poesie, Texten oder Büchern anfangen kann, ist es nahezu unmöglich, sich der Faszination der Geschichte um den unkonventionellen Englisch-Lehrer John Keating (Robin Williams) zu entziehen.

Zu Beginn des Schuljahres 1959 kommt der stille und in sich gekehrte Todd Anderson an die Welton Academy, ein traditionsreiches Internat für Jungen im US-Bundesstaat Vermont. Zur gleichen Zeit beginnt ein neuer Lehrer seinen Dienst. John Keating war hier einst selbst Schüler, man spürt schon nach den ersten Sätzen, dass er unter der Strenge gelitten haben muss und nun zurückgekehrt ist, um es besser zu machen. Sein Unterricht verblüfft die Schüler von Beginn an, er will ihnen selbständiges Denken beibringen, die Schönheit der Sprache, der Poesie, den Klang von Worten, anstatt stures Auswendiglernen von Gedichten. Unvergessen die Szene, in der er die Schüler auffordert, die erste Seite ihres Lesebuchs herauszureißen, auf der die Poesie in einer Art staubtrockener Mathematik „erklärt“ wird“. Keating fordert die Jungen zudem auf, selbst Gedichte zu schreiben, ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen.  Neugierig darauf geworden, wer denn ihr neuer Lehrer ist, stoßen die Schüler in einem alten Jahrbuch auf den Club der toten Dichter, einem geheimen Bund zur Würdigung leidenschaftlicher Poesie, der sich des Nachts in einer nahen Höhle traf und sich gegenseitig Gedichte vortrug und dem der Freigeist Keating angehörte. Die Schüler beschließen, den Club wieder ins Leben zu rufen, was schließlich in einer Katastrophe endet.

Wer am Ende dieses Meisterwerks von Peter Weir nicht das Wasser in den Augen stehen hat, dem ist nicht zu helfen …

Original-Trailer

2. Forrester – Gefunden! (Finding Forrester) 2000

Der 16-jährige afroamerikanische Jamal wächst in der Bronx auf und besitzt neben seinem Interesse für Basketball ein Talent für Literatur. Eines Tages lernt er durch Zufall den berühmten Schriftsteller William Forrester kennen. Forrester hat sich nach einem Roman-Welterfolg vor vielen Jahren völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt in einer Wohnung nahe des Basketball-Platzes, wo Jamal und seine Freunde ihre Freizeit verbringen. Die Jugendlichen merken, dass sie beobachtet werden und Jamal lässt sich überreden, in die geheimnisvolle Wohnung einzusteigen. Als ihn Forrester überrascht, vergisst er auf der Flucht seinen Rucksack. In diesem findet Forrester ein paar Texte Jamals und erkennt dessen schriftstellerisches Können. Der knurrige alte Mann und der Schüler freunden sich an und Forrester fördert sein Talent. Dank seiner Begabung und der Unterstützung Forresters wird Jamal schließlich an einem renommierten College angenommen. Als ein neidischer Lehrer Zweifel anmeldet, dass der Junge aus der Bronx seine Texte selbst schreibt und ihn sogar des Plagiats an Texten von William Forrester bezichtigt, muss dieser unfreiwillig die schützende Umgebung seiner Wohnung verlassen und in einer flammenden Rede vor dem versammelten College rehabilitiert er seinen Schützling.

Ein wundervoller Film, nicht zuletzt natürlich dank dem großartigen Sean Connery in einer seiner, wie ich finde, besten Rollen abseits des Mainstreams!

Original Trailer:

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