William Peter Blatty – Der Exorzist (Rezension)

Schon vor einiger Zeit fand ich auf einem Buchflohmarkt eine ältere Ausgabe dieses Klassikers, der nicht zuletzt wegen seiner kongenialen Verfilmung durch William Friedkin Berühmtheit erlangte. Hatte ich es zunächst der Obhut des Bücherregals überantwortet, war es vor zwei Wochen ein YouTube-Video über die Reaktionen von Kinozuschauern auf den Film, das mich daran erinnerte, dass da noch ein Kultroman aufs Lesen wartete.

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Im Jahre 1971 erschienen, erzählt Der Exorzist von der Schauspielerin Chris MacNeil, die in Washington einen neuen Film dreht und deswegen für sich und  ihre Tochter Regan im Stadtteil Georgetown ein hübsches Haus gemietet hat. Nicht weit davon entfernt befindet sich ein Jesuitenkolleg. Pater Damien Karras, Psychiater und eine Art Berater für seine Ordensbrüder, zweifelt nach persönlichen Schicksalsschlägen an seiner Berufung. In dieser Zeit finden wiederholt Schändungen von Kirchen statt. Während die Polizei darin lediglich dekadente Auswüchse, ja sogar nur eine vorübergehende Modeerscheinung sieht, beunruhigt es die Geistlichen umso mehr.

Pater Merrin, ein alter, aufrechter Kirchenmann, ist fest davon überzeugt, dass das Böse und somit auch Dämonen sehr real existieren und dass ein Dämon namens Pazuzu drauf und dran ist, in die Welt einzudringen.

Als Chris MacNeill’s Tochter Regan plötzlich krank wird, immer absonderlichere Symptome zeigt und schließlich samt ihres Bettes zu schweben beginnt, wendet sich die Mutter hilfesuchend an Pater Karras, der wiederum Merrin mit ins Boot holt. Zusammen versuchen sie, den Dämon aus Regan auszutreiben.

Das Haus der MacNeills wird zu einem Schauplatz grauenhafter Ereignisse.

Eigentlich bedarf so ein ewiger Klassiker nicht noch einer Rezension. Ich habe ihn vielleicht gerade weil es ein Klassiker ist, mit Spannung gelesen, wenn auch manche Passagen, besonders jene, in denen es um Psychiatrie geht, ein bisschen langatmig erscheinen. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich auf dem Gebiet Laie bin. Zudem fand ich die Schrift etwas klein, es handelt sich bei meinem Exemplar um eine Bertelsmann-Club-Ausgabe, vielleicht sind andere Drucke leichter zu lesen.

Da ich ja schon seit geraumer Zeit an einer längeren Geschichte über Spuk und Dämonen herumwerkele, fand ich die Exorzismus-Szenen sehr interessant! Vielleicht lässt sich das eine oder andere daraus umsetzen.

Mal sehen 🙂

6 Kommentare zu „William Peter Blatty – Der Exorzist (Rezension)

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  1. Exorzismusthemen sind immer etwas Spezielles, einige großartige Romane / Filme und eine Unmenge an schrottiger Literatur sowie Filmchens …. es ist sehr schwer die wirklich guten von den weniger gut gemachten auseinander zu sortieren.

    Der Roman gehört ja nicht grundlos zu den besten, geht auf verschiedene Aspekte realer Exorzismen (am besten den Vatikan befragen), ein. Fehlt nur noch ein Verweis zu historischen Protokollen diverser Prozesse im kirchlichen Kontext.

    Wie Goethe oder Schiller gehören Romane wie „der Exorzist“ ebenso zu jenen Werken, die man einfach gelesen haben sollte. Klassiker in Reinkultur muss man nicht mögen, aber zumindest einmal die Augen reingesteckt haben.

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      1. hätte gewiss etwas …
        meines Wissens nach gibt werden dort ja immer noch Exorzisten ausgebildet – ergo müsste in einem guten Exorzismusroman auch entsprechend Anleihen daran sein …

        Gleiches gilt auch, wer exorziert?
        Soll es ein christlicher Priester sein oder wird doch einem Schamanen der Vorzug gegeben?

        Ist ein ziemlich breit gefächertes Terrain …

        Ja, der Vatikan könnte so einiges in seinen Archiven haben, das interessant wäre – aber ich kannst du auch lateinisch? 😉

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      2. Quod licet jovi, non licet bovi … oder so 🙂 In meiner Story hab ich natürlich im www nach Bann- und Exorziersprüchen gegooglet. Latein hatte ich in der Schule nicht, aber ich finde es ist eine spannende Sprache!

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      3. hab mir den selber auf die Liste gesetzt:
        https://translatorsententiae.wordpress.com/

        wer weiß, ob der nicht mal brauchbar sein könnte …

        Wenn dann sollte er schon korrekt sein … also nicht irgendwie zusammengestopelt … und genau das ist das Schwierige an den richtig guten Exorzismus-Romane (unter anderem).

        Spannend ist sie allemal, angeblich heißt es ja, wenn du italienisch oder rumänisch kannst ist lateinisch auch nicht mehr soooo schwer. Ich kann nichts davon – aber ich kann „katzisch“ – miau *G* und drum schreib ich auch nichts in der Richtung … 😉

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