Markus Heitz – Doors (Rezension)

Markus Heitz ist einer der bekanntesten deutschen Autoren von Fantasy und Mysterie-Geschichten. Wenn einem eines seiner Bücher über Orks und Zwerge auf den Fuß fällt, wird man glatt sechs Wochen krankgeschrieben. Es sind wahre Geschichten-Monster! Ich hege aufrichtige Bewunderung für Autoren, die solch eine Ideenvielfalt aufweisen und diese auch noch erfolgreich niederschreiben könne! Seine Fangemeinde ist riesig!

Ich habe das eine oder andere Mal in der Buchhandlung versucht, reinzulesen, aber das ist für mich zu viel Fantasy.

Nun hat Markus Heitz ein interessantes Projekt am Laufen. Die Doors-Geschichten drehen sich – ganz kurz gesagt – um Türen, durch die man in jeweils ein anderes Zeitalter gelangt. Jeder Roman – es sind derer bislang insgesamt drei –  spielt in einer anderen Zeit. Einmal in den 40er Jahren, im Mittelalter und in einer düstere Zukunftsvision. Vorangestellt ist jedem Buch die gleiche Ausgangshandlung:

Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt ein sechsköpfiges Team aus, um seine Tochter zu finden – darunter einen Ex-Militär, eine Höhlenkletterin und einen Parapsychologen. Jeder der sechs ist ein Experte auf seinem Gebiet, jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Und keiner von ihnen wird das gigantische Höhlensystem unter dem Anwesen der van Dams unverändert verlassen. Denn in der Dunkelheit entdeckt das Team geheimnisvolle Türen, und muss sich dahinter auf Pfade jenseits aller Wissenschaft und Vernunft einlassen, um Anna-Lena zu retten.

Quelle: Knaur

Ich mag ja Mysterie-Geschichten, die in der Gegenwart spielen, zudem finde ich Zeitreisen sehr spannend und deshalb dachte ich mir, das wäre eine coole Kombination.

Nö. Isses nicht, sorry.

Ich finde es anstrengend zu lesen, man sieht die Figuren nicht vor Augen und wenn man das Buch mal zwei Tage zur Seite legt, kommt man nicht mehr in die Geschichte hinein, was mir noch nie passiert ist und – zumindest für mich – ein Zeichen für fehlende Spannung ist. Man behält also nichts von der Story und erinnert sich auch nicht an die letzten Ereignisse, bevor man aufgehört hat. Bei jedem Buch von Dan Brown oder Stephen King kann man aufhören, wie wenn man eine DVD stoppt, und ist gleich darauf wieder in der Handlung.

Ein bisschen geärgert hat mich auch die Szene, kurz bevor sie die Höhle betreten. (Spoiler!) Sie finden ein Stahlseil gespannt vor, dessen Ende in der Dunkelheit verschwindet. Niemand weiß, wo es endet und trotzdem nutzt es das „erfahrene Team“ als Seilbahn und lässt sich mehr oder weniger unbekümmert in die Dunkelheit gleiten.

Joa, kann man so machen … aber als Profis? Nicht erstmal eine Kamera oder Drohne vorausschicken?

Okay, wie auch immer. Ich hab das erste Buch nach 2/3 abgebrochen. Band Zwei und Drei hab ich mir (leider) gleich mitgekauft und werde sie jetzt ins Regal stellen.

Man kann halt nicht immer richtig liegen.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: