Magazine für Selfpublisher

Ich gestehe, ich bin erst vor Kurzem darauf aufmerksam geworden. Warum mir das bisher entgangen ist, keine Ahnung. Den Uschtrin-Verlag kannte ich schon, allein wegen seines „Handbuchs für Autorinnen und Autoren“. Ich habe es zwar nicht, allerdings wird es  z. B. vom Literaturcafé als „Gral des Autorenwissens“ beschrieben. Unter dem Link findet man ein paar Infos dazu, sowie Leseproben. Viel interessanter sind aber zwei andere Publikationen aus dem Uschtrin-Verlag.Einmal die Federwelt, die Zeitschrift für Autoren (diesen blöden Gendermist spar ich mir). In der mir vorliegenden Ausgabe vom Dezember 2018 liest man z. B. über Erfolgsstories, ein Interview mit dem Bestsellerautor Markus Heitz und dessen Lektorin und darüber, wieviel Recherche genug sei.

Zum anderen der Selfpublisher, der sich mit besonders erfolgreichen Selfpublishing-Titeln beschäftigt, künstlicher Intelligenz wie Textanalyse-Tools, sowie ein Interview mit einem mir bislang unbekannten SciFi-Autor, Bernd Stöhr, dessen Roman sogar verfilmt werden soll. Besonders interessant fand ich den Artikel auf Seite 40: „Selbstsabotage bei Selfpublishern – Wenn Prokrastination, negative Glaubenssätze, Versagensängste oder Perfektionismus zum Problem werden“.

[…] Vielleicht gesellt sich bei manchen zu der Versagensangst auch die Sorge, dass auch die Anerkennung aus dem eigenen Umfeld ausbleibt, wenn die Verkaufszahlen unterirdisch sind. Da gibt es dann schon zwei gute Gründe, Manuskripte nicht „live“ zu stellen: Angst vor Versagen und Angst vor Ablehnung […]

(Quelle: Der Selfpublisher Dez. 2018, Seite 42, Bilder: Screenshots Webseite Uschtrin)

Woher kenne ich diese Beschreibung nur??? Komm grad nicht drauf … Jedenfalls bin ich froh, dass mir solche „Ängste“ unbekannt sind. Sollte ich jemals „Ängste“ wegen eines Hobbys empfinden, hänge ich es an den Nagel. Vielleicht sollten sich diejenigen, die sich in dem Zitat wiedererkennen, überlegen, ob Schreiben – egal ob Hobby oder professionell – wirklich die richtige Beschäftigung ist.

Fazit: Ich bin echt froh, auf die Magazine gestoßen zu sein. Sie sind nicht gerade billig (7.40€ bzw. 7.90€) aber ich halte sie nach dem ersten Eindruck für eine absolut lohnenswerte Investition.

Infos/Abo hier und hier

Die Federwelt erscheint 6x/jährlich, Der Selfpublisher 4x/jährlich

Übrigens werde ich demnächst eine neue Schreib-Software ausprobieren, den „Papyrus-Autor“. Dazu dann mehr.

 

 

3 Kommentare zu „Magazine für Selfpublisher

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  1. Ja lieber Uli, die Seele ist ein weites Land und wenn man sich in sein Inneres begibt, das dann aufschreibt und es publizieren will, können sich wahrscheinlich einige Ängste auftun: „Bin ich gut genug?, Was werden die anderen sagen?“, etcetera, da muß man dann durch, schreibt weiter oder gibt es auf, je nach dem wie wichtig es einem oder einer ist ist und Zeitschriften wie die von Ihnen erwähnten, greifen dann diese Themen auf und schreiben Artikel darüber, die wahrscheinlich für Anfänger oder überhaupt sehr wichtig und hilfreich sein können!
    Ich kenne diese Zeitschriften und nehme sie mir meistens aus Leipzig mit, finde auch gut, daß es sie gibt und das Handbuch für Autoren ist dann für die geeignet, die Adresse von Verlagen, Agenturen, Ausschreibungen, Preisen, Stipendien, etcetera, suchen und wenn Sie noch ein persönliches Bonmot von mir haben wollen:
    Ich habe 2009 vielleicht, als ich schon neun Jahre meine Bücher selber machte, vorher habe ich die Manuskripte mit Hlfe des „Handbuchs der IG Autoren“, herumgeschickt, auf der „Buch Wien“, weil ich das auch mal machen wollte, einen Verlag angesprochen und ihm das Manuskript dann hingeschickt. Da hatte ich dann eine Zeitlang Angst, was ist wenn, die das nehmen? Da muß ich damm aus meiner Komfortzone heraus und weiß dann nicht, wie das mit der Auflage, den Bedingungen, der Abrechnung, etcetera ist?
    Der Verlag hat sich dann nicht gemeldet, so daß sich das Problem von selbst gelöst hat, hätte er sich gemeldet, hätte ich mich auch daran gewöhnt und heute verstehe ich gar nicht mehr, warum ich mir damals Sorgen darüber machte.
    Natürlich ist Schreiben ein Hobby, eine Leidenschaft, Profession, etcetera, je nachdem wie Sie es nennen wollen und soll Spaß machen, aber ebenso natürlich löst es auch viele Ängst und Gefühle aus und das Damoklesschwert, „Vielleicht sollte ich doch besser mit dem Schreiben aufhören!“, hängt, wie man ja auch aus Ihrem Artikel herauslesen kann, unterschwelling in der Luft, die dann die Autoren dieser Zeitschriften aufgreifen und thematisieren und die Quintessenz sollte natürlich sein, diese Ängste zu nehmen, so daß das Schreiben wieder Spaß macht und man weiterschreiben kann, liebe Grüße aus Harland bei St. Pölten
    P.S. Ich habe mir gerade wieder einen Termin für eine Lesung ausgemacht!

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    1. Sie haben sich um solche Nebensächlichkeiten Sorgen gemacht, anstatt darum, ob der Text genommen wird? Allein das verdeutlicht doch schon den Stress, den man sich völlig unnötig macht, anstatt die Sache gelassen anzugehen. Aber vielleicht bin ich es, der die falsche Einstellung hat. Oder ich bin bekifft, keine Ahnung 🙂

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  2. Sie sind wahrscheinlich nicht bekifft, aber vielleicht etwas weniger sensibel oder vielleicht auch schon so selbstbewußt, daß das alles für Sie kein Problem ist, was die, die anfangen und für die solche Zeitschriften wahrscheinlich gemacht sind, vielleicht noch nicht sind!
    Und ich habe, was das Beispiel betrifft, zu dieser Zeit auch schon dreißig Jahre lang geschrieben, hatte schon drei sogenannte Verlagsbücher und neun Jahre Selbstmach-Erfahrung, was damals noch viel schwieriger war, als es heute ist und war wahrscheinlich auch schon ziemlich selbstbewußt, so daß ich mir wohl auch nicht wirklich Sorgen machte, sondern nur was ausprobieren wollte, was dann ohnehin nicht klappte. Das Buch ist aber auch ohne den Verlag, der dann bei dem Buch einer Freundin aus „Karl Kraus und die Frauen“ ein „Karl Kaus und die Frauen“ machte, auch sehr schön geworden und vielleicht war es auch soetwas Ähnliches, was ich da unbewußt befürchtet habe.
    Die Seele ist ein weites Land und man macht sich viele Sorgen, die, wie sich nachher herausstellt, vielleicht gar nicht so wichtig sind!
    Fein für Sie, das Sie das alles nicht kennen und wenn Sie die Zeitschriften abonnieren, werden Sie vielleicht mit den Sorgen anderer konfrontiert werden und das kann Sie dann vielleicht sensibler für die Probleme anderer machen.
    Ich würde es nur schade finden, wenn Sie sich über die, die noch nicht soweit sind, lustig machen und „Wie kann man nur?“, schreien.
    Schreiben Sie mit den Spaß, den Sie dabei haben weiter und die anderen werden es auch tun, weiterschreiben oder aufhören, Erfolg oder Mißerfolg haben und Zeitschriften und Foren können dabei helfen und vielleicht auch ein geduldiges aktives zu hören, wenn sich einer oder eine noch nicht so sicher ist und ihren oder seinen Weg erst finden muß!
    Und noch etwas, meine schon an die über vierzigjährige Therapieerfahrung hat mich gelehrt, daß kein Streß unnötig ist, auch wenn man ihn sich vielleicht selber machte und daß das was man für Nebensächlickeiten hält, für den anderen vielleicht sehr wichtig oder unlösbar ist!

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