Dinge, die es nicht geben dürfte – Rezension

Das ist nur ein Titel von insgesamt Fünf einer Reihe von Büchern von Reinhard Habeck aus dem KOPP-Verlag. Reinhard Habeck (* 20. April 1962 in Wien) ist ein österreichischer Autor parawissenschaftlicher Werke, Comiczeichner und Cartoonist. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine, gemeinsam mit Peter Krassa entwickelte und 1982 veröffentlichte Hypothese, dass bereits die Alten Ägypter elektrischen Strom gekannt und genutzt haben sollen. Bei den auf einigen Reliefs im Hathortempel von Dendera abgebildeten Objekten habe es sich um eine Art von Leuchtkörpern gehandelt (populäre Bezeichnung: Glühbirnen von Dendera).

Quelle: Wikipedia

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Reinhard Habeck gehört somit, wie auch z. B. Erich von Däniken, Godfather of Präastronautik, zu den Persona non grata in der Archäologie. In den vier Büchern behandelt er z. B. Texte und Schriften aus einer Zeit lange vor der „offiziellen“ Erfindung der Schrift, uralte Chroniken, die technische Apparaturen beschreiben, die erst Jahrtausende später erfunden wurden sowie alte Geheimcodes, die noch heute nicht zu knacken sind. Es geht um Wesen, mystische Geschöpfe, Ungeheuer, Mischwesen und dokumentierte Begegnungen mit ihnen. Wo war der Ursprung des Werwolf-Mythos, gab es Drachen und Basilisken tatsächlich, kannte man im Mittelalter schon Androiden und liegt der Glaube an geflügelte Mischwesen etwa im frühzeitlichen Wissen um die Gentechnik? Dinge, die es nicht geben dürfte und es gibt sie trotzdem. In Museen, wo sie weitgehend unbeachtet vor sich hinstauben oder in Privatsammlungen, die kaum jemand zu Gesicht bekommt. Kleine, goldene Modelle von Flugzeugen zum Beispiel, von der Archäologie als „mystische Anhänger“ bezeichnet, von Flugzeugtechnikern in größerem Maßstab nachgebaut und tatsächlich für flugtauglich erklärt! Eine prähistorische Landkarte, die einem NASA-Satellitenfoto ähnelt? Ein Neandertaler-Schädel mit dem Einschussloch einer modernen Waffe? Dürfte es alles nicht geben. Und schließlich Bilder. Von eiszeitlichen Karikaturen, heiligen Tüchern, Wunderikonen, über unbekannte Flugobjekten auf alten Gemälden bis zum Mythos um das Schwert Excalibur.

Reinhard Habeck versteht es, den Leser anhand von belegten Beispielen und Quellangaben in den Bann zu ziehen. Natürlich gibt es viele Fragezeichen, wie in jeder Forschung. Gerade das macht es aber so spannend. Könnte es nicht auch ganz anders gewesen sein? Wäre es möglich, dass … usw. Tatsächlich kann nur jemand, der absolut nichts anderes gelten lässt, als seine Sicht der Dinge, das alles als Humbug abtun oder als haltlose Phantastereien. Nur völlig Blinde können ohne rot zu werden, abstreiten, dass es sich z.B. bei den oben erwähnten „Glühbirnen von Dendera“ tatsächlich um solche handelt. Zumindest würde es erklären, weshalb in den lichtlosen Gängen der Pyramiden keine Rußpartikel von Fackeln gefunden wurden und wie die Zeichnungen dort drin angefertigt werden konnten. Ach ja, dass ein Modell dieser Lampe nachgebaut wurde und tasächlich funktionierte, ist sicher auch Phantasterei.

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(Aus: Das Licht der Pharaonen, Peter Krassa und Reinhard Habeck)

Natürlich gibt es für alles, was in diesen Büchern beschrieben wird auch andere Erklärungen. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, wie ich schon öfter schrieb, kann nur so ein Austausch stattfinden. Allerdings – und damit kann man einen Bogen ins Hier und Heute schlagen – zeigen sich auffällige Parallelen. Habeck, von Däniken, Fiebag oder von Retyi. Sie alle tun nichts anderes als Fragen zu stellen. Als Dinge infrage zu stellen. Als andere Sichtweisen anzubieten.

Und alle werden von den sogenannten „Experten“ verlacht, ausgegrenzt, als Spinner bezeichnet. Ihre Forschungsergebnisse schaffen es so gut wie nie in die breite Öffentlichkeit, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Geht es den kritischen Autoren und Publizisten heute nicht anders, auch wenn sie andere Themen haben? Wenn sie, anstatt die Massenmigration folgsam zu bejubeln, wie es „Experten“ tun, sie aufs Schärfste kritisieren und dies belegen, werden sie dann gehört oder nicht doch in „stille Ecken“ abgeschoben, weil „es eben demokratische Gründe gibt“, sie nicht komplett verbieten zu dürfen? Wovor haben „Experten“ und jene, die sich dafür halten, solche Angst? Dass es ihr Weltbild zerlegt? Dass sich herausstellt, ja, es gab im alten Ägypten elektrisches Lich oder ja, die Kriminalität ist seit 2015 enorm gestiegen, oder ja, Volksfeste gleichen erst seit zwei Jahren Hochsicherheitszonen und nein, früher gab es das nicht?

Wovor zum Teufel habt ihr Angst?

Ergänzung: Oben habe ich von fünf Büchern geschrieben, aber nur vier besprochen. Das fünfte, „Kräfte, die es nicht geben dürfte“, habe ich noch nicht.

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