Die Wörter zum Sonntag (11)

Erstaunlich: Da wagt es doch eine ganz normale Buchhandlung in Stuttgart, nämlich die Buchhandlung Wittwer, zwei der bösesten, schlimmsten, verabscheuungswürdigsten, weil aufbauschendsten und unangenehme Wahrheiten verbreitendsten Bücher der letzten Monate offen und prominent im Ladenlokal anzubieten! So dass sie jeder sehen, anfassen, probelesen und eine unvoreingenommene Kaufentscheidung treffen kann!

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Unfassbar, oder?

Wobei das Unfassbare eigentlich die Tatsache ist, dass man so etwas heutzutage lobend hervorheben muss. Traurig ist das, einfach nur traurig und beschämend für die gesamte Buchhändlerbranche! Allerdings wird sich – möglicherweise – in Zukunft auch der Wind in dieser letzten Bastion der Meinungsfreiheit drehen, denn wie zu erfahren ist, steigt die Thalia-Kette bei Wittwer ein. Kommt also drauf an, wer dann die Entscheidungshoheit behält. Da Thalia aber zu jenen gehört, die sich dem Boykott verschrieben haben, steht in der Richtung nichts Gutes ins Haus.

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Von meiner lieben Freundin Eva Jancak habe ich die Anthologie zum Volksstimmefest 2016 geschenkt bekommen, in der sie mit einem Text vertreten ist. An dieser Stelle vielen Dank dafür und liebe Grüße nach Wien! Sobald ich dazu komme, werde ich es mir ansehen und dann gesondert drauf eingehen.

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Der Wind scheint sich tatsächlich zu drehen und diesmal in die richtige Richtung. Hätte ich eigentlich, ehrlich gesagt, nicht so erwartet, aber natürlich freu ich mich. In Schweden stehen demnächst Wahlen an und die – natürlich – „rechtspopulistischen“ Schwedendemokraten werden allen Prognosen zufolge haushoch gewinnen. In Italien wird Matteo Salvini von jubelnden Menschen empfangen, die ihm die Hand schütteln und auf die Schulter klopfen wollen, während er hemdsärmelig durch die Straßen läuft:

 

Und in Österreich scheint die schwarz-blaue Koalition auch auf einem guten Weg zu sein. Natürlich spucken die Gegner Gift und Galle, immerhin schwimmen ihnen ja die Felle und damit die einstmals so gut dotierten Pöstchen weg. Aber so ist das halt, wenn man jahrelang Politik gegen das eigene Volk macht und ihm – völlig entgegen des Amtseides – Schaden zufügt, anstatt ihn von ihm abzuwenden. Entsprechend armselig ist dann auch die Ankunft der Bundeskanzlerdarstellerin in Sachsen:

 

 

Ein Umdenken im Sinne von scheint, als hätten wir doch öfter mal falsche Entscheidungen getroffen wird trotzdem nicht stattfinden. Man sieht es aktuell an dem verzweifelten Daran-Festhalten, es hätte in Chemnitz „Hetzjagden“ gegeben. Hat es natürlich nicht und immer mehr rücken von dieser Falschbehauptung ab, nur die Darstellerin und ihre Entourage behaupten es weiter standhaft.

Na gut, macht weiter so. Spätestens bei den nächsten Wahlen kriegt ihr die Antwort. Und die wird Euch nicht gefallen.

Mir hingegen schon! 🙂

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