Neusprech

George Orwell erfand diesen Begriff für seinen 1949 erschienenen Roman „1984“. Es bezeichnet eine Sprache, die aus politischen Gründen künstlich modifiziert wurde. Ob er heute wohl im Grab rotiert wie ein Brummkreisel, wenn er mitkriegt, dass seine Dystopie von einigen als Gebrauchsanleitung missbraucht wird?

1984 was not supposed to be an Instruction Manual!

Vor einiger Zeit hatte ich mich ja schon mal über diesen Genderwahnsinn ausgelassen, zu dem es – natürlich – auch ein Gender-Lexikon gibt, in dem genau beschrieben wird, wie denn bestimmte Begriffe bitteschön umzubenennen sind, damit es politisch korrekt klingt. So ist ja beispielsweise ein „Autor“ kein „Autor“, sondern gefälligst als „bücherschreibende Person“ zu bezeichnen! Oder als „Autorenschaft“, irgendso ein Scheiß jedenfalls.

Jetzt könnte ich natürlich sagen Na und? Ich sag trotzdem „Autor“ und „Bauherr“ anstatt „den Bau in Auftrag gebende Person“. Ich könnte es also tatsächlich ignorieren, kurz mal den Kopf schütteln und weitermachen wie bisher. Genauso könnte ich Buchhandlungen , die ein kritisches Buch aus der Auslage nehmen oder Magazinen, die Bestsellerlisten fälschen, gegenüber gleichgültig auftreten und es einfach hinnehmen.

Könnte ich.

Tu ich aber nicht!

Ich tu es aus dem einfachen Grund nicht, weil es nur eine verschwindend kleine Anzahl von Linksgestörten ist, die solche Veränderungen fordern. Die allermeisten, denen gesunder Menschenverstand gegeben ist, finden das natürlich völlig bescheuert. Das Dumme an der Sache ist, dass das Dumme eher Gehör findet. Der gesunde Menschenverstand hingegen lässt sich zunehmend zurückdrängen. Anstatt als Buchhändler oder Journalist Rückgrat zu zeigen und kritische Bücher JETZT ERST RECHT! prominent zu platzieren, gibt man duckmäuserisch linkem Krakeelen nach. Hat man ja soeben auf der Buchmesse erlebt. Ein Journalist beispielsweise könnte sich doch sabbernd die Hände reiben und Bücher wie „Kontrollverlust“ in der Luft zerreißen, indem man dem Autor (sic) Fehler nachweist, ihn korrigiert und öffentlich bloßstellt.

Schon blöd, wenn man dazu nicht in der Lage ist, weil in dem Buch unwiderlegbare, nachprüfbare Tatsachen stehen. Lieber ignoriert man es, frisiert Verkaufszahlen und nötigt Buchhandlungen, indem man ihnen womöglich „rechte Gesinnung“ unterstellt, wenn sie das Buch bewerben. Wobei Thalia wahrscheinlich in vorauseilendem Gehorsam gehandelt hat. Spielt aber auch keine Rolle, beides ist gleichermaßen fragwürdig.

Aktuell sieht sich das BAMF veranlasst (oder von irgendwem genötigt) Deutsche nicht mehr als Deutsche zu bezeichnen (ist ja eh voll Nazi), nicht einmal mehr als „Einheimische“, oder wie die GröKaZ es mal formulierte, „jene, die schon länger hier leben“, sondern als „Beheimatete“. Klar, ist doch nicht schlimm, das bisschen gendern und verändern, nicht wahr? Warum dann bestimmte Menschen nicht gleich als „Kohlenstoffeinheit“ bezeichnen, oder „hierzulande Aufrechtgehende“? Wobei … nee, geht auch nicht. „Land“ und „Aufrecht“ in einem Atemzug? Huiuiui …. ganz dünnes Eis! Dann besser „unterwürfig katzbuckelnde“. Oder so. Jedenfalls geht das böse D-Wort gar nicht. Pfui bah, weg damit, neue Wörter braucht das Land!

Diese Entwicklung, diese von links aufoktroyierte Denkweise ist nicht einfach nur schlimm, sie ist brandgefährlich! Sie erinnert an dunkelste Zeiten, die meine Generation zum Glück nur aus dem Geschichtsunterricht kennt. Ich will das nicht und ich werde es anprangern, wann immer mir so etwas auffällt. Viel schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass es tatsächlich Leute gibt, die von sich selbst behaupten, literaturbegeistert zu sein und dann so etwas klaglos und gleichgültig hinnehmen. Solchen Leuten spreche ich jedes Verständnis für Sprache und Kultur ab. Das ist einfach nur armselig!

Ein kleiner Funken Hoffnung bleibt: Nach den peinlichen Auftritten der Linksgestörten auf der Buchmesse melden sich zunehmend namhafte Autoren zu Wort, die dagegen protestieren. Es gibt sogar eine Online-Petition.

Es fängt bei harmlosen Kinderbuch-Klassikern an, geht über aktuelle, kritische Sachbücher bis … ja, bis wohin eigentlich?

Bis zu den ersten Feuern?

 

 

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